63 Prozent der Grundstücke sind angeschlossen

AZV spricht von Erfolg bei Biotonne

Hersfeld-Rotenburg. Nach den Diskussionen um ihre Einführung sind die ersten Erfahrungen mit der Biotonne positiv. So wertet zumindest der Abfallwirtschafts-Zweckverband Hersfeld-Rotenburg (AZV) die erste Abfuhrrunde der Tonnen mit dem braunen Deckel.

Die Biotonne wurde zum 1. Januar eingeführt. Bisher hätten sich 63 Prozent aller privaten Grundstückseigentümer an die Biomüllentsorgung angeschlossen, teilt der AZV mit. „Dies ist ein ausgezeichneter Wert, liegt der Durchschnitt vergleichbarer ländlicher Kreise in Deutschland bei einem Anschlussgrad der Bürger bei 58 Prozent“, schreibt der AZV in einer Pressemitteilung.

Der Verband ist für alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet zuständig, mit Ausnahme von Rotenburg, Bebra und Ronshausen, um die sich der Müllabhol-Zweckverband Rotenburg (MZV) kümmert. Beim MZV beträgt der Anschlussgrad bereits knapp 90 Prozent, allerdings ist dort die Biotonne bereits seit Jahren etabliert.

Die erste Leerung der Biotonne im Januar erbrachte laut AZV ermutigende Ergebnisse: Obwohl der Januar für die Sammlung organischer Abfälle ein schwacher Monat ist, konnten 260 Tonnen Biomüll eingesammelt werden – 180 Tonnen kompostierfähiges Material mehr, als im Vorjahr mit der braunen Tonne erfasst wurden. Der größere Teil des Biomülls landete voriges Jahr noch in der Restmülltonne. Das zeige sich auch daran, dass der AZV nun 160 Tonnen Restmüll weniger einsammelte als noch 2014.

Weniger Restmüll gesammelt

Auch die Leerungszahlen sprechen für sich, teilt der Verband mit: Im Januar wurden 7800 Biotonnen geleert, während im Vorjahr nur 1850 braune Tonnen abgefahren wurden. Von den Restmülltonnen wurden im Januar 4400 weniger geleert als im Vorjahr.

Die AZV-Vorstandsvorsitzende Elke Künholz verspricht sich aufgrund dieser Zahlen noch eine deutliche Steigerung bei der Sammlung organischer Abfälle im laufenden Jahr. Sie appelliert an die Bürger, die Biotonne eifrig zu nutzen. Dadurch könnten sie bei der Restmülltonne Leerungen und damit Kosten einsparen. (red/mcj)

Kommentare