Ilona Müller ist neue Fürsprecherin der 260 aktiven Feuerwehrfrauen im Kreis

Sprachrohr am Strahlrohr

Blumen für die Damen: Thomas Specht, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes (links), gratuliert der neuen Frauenfürsprecherin Ilona Müller zur Wahl. Rechts reihen sich ihre Mitstreiterin Gesine Heupel aus Rotenburg und Amtsvorgängerin Katja Schenk aus Niederaula an. Ganz rechts der stellvertretende Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Diehl. Foto: Hornickel

Hersfeld-Rotenburg. Zur neuen Fürsprecherin der aktiven Feuerwehrfrauen im Landkreis wurde am Dienstagabend in Bad Hersfeld die 38-jährige Hausfrau und Mutter Ilona Müller aus Alheim-Sterkelshausen gewählt. Darüber waren sich die zwei Dutzend Wählerinnen, die auf Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes Hersfeld-Rotenburg in die Stützpunktfeuerwache nach Bad Hersfeld gekommen waren, schnell einig.

Ilona Müller ist seit 2003 in der Feuerwehr und hat zahlreiche Lehrgänge absolviert.

Als Fürsprecherin der Frauen soll sie jedoch nicht im Brandfall die Erste am Strahlrohr sein, sondern Sprachrohr für die Belange der heimischen Frauen auf Bezirks- und Landesebene. Als Abfangstelle für Beschwerden über Machos in Uniform wird die Fürsprecherin nicht benötigt. Ilona Müller, die den Rang einer Hauptfeuerwehrfrau bekleidet, wurde auf vier Jahre gewählt. Ilona Müller löst Katja Schenk aus Niederaula ab.

Zusammen mit Gesine Heupel aus Rotenburg will Ilona Müller die Frauenarbeit abseits des regulären Dienstbetriebs im Kreis ankurbeln. Bei jährlichen Treffs wird nicht nur die Kameradschaft gestärkt, sondern die Feuerwehrfrauen absolvieren auch spezielle Fortbildungsveranstaltungen, lernen, wie man sich von einer Brücke abseilt oder eine Kettensäge handhabt.

Die Zahl der Aktiven in den Feuerwehren des Kreises ist um vier Prozent zurückgegangen. Nicht nur deswegen gewinnt der Einsatz der Frauen an Bedeutung. Gerade in der Zeit von 5 bis 19 Uhr sind die Frauen in den kleinen Ortsteilen die Garanten des Brandschutzes, wie stellvertretender Kreisbrandinspektor Hermann Funk betonte. Die berufstätigen Männer müssten immer weitere Wege zum Arbeitsplatz zurücklegen oder würden von den Chefs nicht mehr für den ehrenamtlichen Einsatz freigestellt.

Von Kurt Hornickel

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