Bauausschuss im Prinzip für eine Bauleitplanung

Sportpark: Angst sich festzulegen

Bad Hersfeld. Obwohl Bürgermeister Thomas Fehling und Bauamts-Chef Johannes van Horrick gebetsmühlenartig versicherten, dass beim geplanten Lullus-Sportpark in der Fuldaaue noch niemandem auch nur ein Cent versprochen worden sei, hatten die Mitglieder im Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt offenbar Angst, sich schon jetzt festzulegen.

Dabei waren sich die Parlamentarier im Grunde einig, im Zuge eines Bauleitverfahrens überprüfen zu lassen, welche der für einen Sportpark wünschenswerten Sanierungs- und Neubaumaßnahmen eine Chance hätten, verwirklicht zu werden.

Den Kurpark entlasten

Auch die Notwendigkeit, den durch die Gastronomie am Fuldastrand belasteten Kurpark vom Durchgangsverkehr zu befreien, wurde einmütig bejaht.

Dennoch hatte die vom Bürgermeister zunächst hergestellte Verknüpfung von Parkplatz-Sanierung am Libri-Kreisel und einer Fußgängerbrücke über die Fulda mit dem Sportpark-Projekt die Stadtverordneten irritiert. Dass die Sportpark-Idee auch ohne diese beiden, mit einer halben Million Euro in den Haushaltsentwurf 2013 eingestellten, Vorhaben weiter vorangetrieben werden kann, mussten Fehling und van Horrick erst mühselig erläutern.

Dieser Punkt hatte vor Wochen schon im Magistrat dafür gesorgt, das Thema zunächst einmal von der Tagesordnung zu nehmen (unsere Zeitung berichtete). Auch ein millionenteurer Aus- und Umbau des Hessen-Stadions – bisher nicht mehr als ein Gedankenspiel – sorgte für Argwohn unter den Parlamentariern.

Vorabstimmung möglich

Doch schon mit dem bereits vorliegenden „Masterplan“ könnte van Horrick bei den Naturschutzverbänden vorstellig werden, um einmal abzuklopfen, was sich problemlos umsetzen ließe und welche Vorhaben Konfliktpotenzial bergen.

Da könnte es beispielsweise um die vom Autobahnausbau bedrohte Grasbahnanlage des Motorsportclubs gehen oder um eine Anlegestelle nebst Campinggelegenheit für Kanu-Wanderer.

Der Ausschuss rang sich am Ende der Diskussion dazu durch, den Sportpark positiv zu sehen und die Bauleitplanung im Prinzip zu empfehlen. Einen Beschluss fassten die Parlamentarier jedoch nicht. Der soll jetzt in der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung stehen.

Signal genug

Diese Willenserklärung wäre für den Bürgermeister dann Signal genug, die Sportpark-Idee weiter zu verfolgen und zwecks Förderung aus einem Sonderprogramm des Landes in Wiesbaden vorzutragen.

Von Karl Schönholtz

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