SPD und Grüne verteidigen ihre Position in der Diskussion um das Hessen-Stadion

Sportkonzept für alle

Bad Hersfeld. Die SPD Bad Hersfeld und Bündnis 90/Die Grünen bewerten die erneute Aufregung des Bürgermeisters hinsichtlich der Ablehnung des Lullus-Sportparks als „heiße Luft“. Auch weiterhin stehe die Fraktion hinter der Entscheidung, diesem Projekt im Stadtparlament die Zustimmung verweigert zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit einem Investitionsvolumen von zwei bis vier Millionen Euro erweise sich ein solches Vorhaben als „Träumerei.“

Die SPD stehe für die Förderung aller Vereine der Stadt. Auch im Hessenstadion könne eine Gebäudesanierung erfolgen – mit Eigenleistungen und Zuschüssen, wie bei jedem anderen Sportverein auch. Bereits im Mai 2014 hätte die Fraktion im Hauptausschuss ein Sanierungskonzept für das Stadion gefordert, doch seitdem sei nichts passiert.

Für Tagträumer

Nun werde dieses Vorhaben (Sanierung des Hauptgebäudes) im Konzept eines Kirchheimer Architekturbüros mit rund 605 200 Euro veranschlagt. Die anderen Punkte dieses Sanierungskonzeptes zu den Anlagen auf dem Hessenplatz seien allerdings für „sport- und baupolitische Tagträumer“, wie etwa 1,8 Millionen für ein neues Vereinsheim inklusive Tribüne und Erneuerung der Rasenspielflächen, vier Millionen für ein Sportleistungszentrum oder vier bis fünf Millionen Euro für ein Trainingszentrum.

„Der Vorwurf, hier würde Politik gegen den Bürgermeister gemacht, ist absurd“, meint die SPD. „Vor dem Hintergrund dieser Zahlen zeigt sich einzig, dass es noch verantwortungsbewusste Kommunalpolitiker gibt, die den Mut haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch an die nachfolgenden Generationen denken“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carsten Lenz.

Nicht gegeneinander

Das „Sportstadt-Konzept“, welches von SPD und Grünen am kommenden Donnerstag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht wird, beziehe die Vereine und Verbände mit ein, und grenze sie nicht gegeneinander ab,“ unterstreicht Stadtverbandsvorsitzender Karten Vollmar. Es sei weder schlicht noch unüberlegt, vielmehr gebe es den konkreten Auftrag an die Stadtverwaltung, endlich tätig zu werden.

„Die Machbarkeit der Vereinssportförderung auch für die vielfältigen anderen Sportvereine der Stadt mit ihrer Jugendarbeit und der großen Integrationsleistung soll ermittelt und in einem Sportkonzept für die Stadt zusammengefasst werden – inklusive die Erstellung eines Finanzierungsplanes und der abzurufenden Zuschüsse vom Landessportbund und vom Land und der zu erwartenden Eigenleistung der Vereine“, fügt Antje Fey-Spengler von den Grünen hinzu. (red/ks)

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