Außenanlagen im Wohngebiet Helfersgrund werden verschönert

Spielfiguren und Pflanzkäfer

Landschaftsarchitekt Erik Hanf (links) und der Leiter der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Hessen, Stefan Bürger (rechts), präsentieren eine überlebensgroße Spielfigur zur Verschönerung der Wohnanlage Helfersgrund. Foto: Skrzyszowski

Bad HersfelD. „Dem Wohnumfeld spielerisch ein neues Gesicht geben“ – nach diesem Motto investierte die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen in die Neugestaltung der Wohnanlagen im Helfersgrund.

Nachdem die Wohnungsgesellschaft 314 000 Euro in die Sanierung der Gebäude gesteckt hat, wurden nun für weitere 75 000 Euro die Außenanlagen umgestaltet. Im Helfersgrund kehrt in Zukunft der Indian Summer ein: Fünf große Blumenbeete in Form eines Käfers, sogenannte „Beetles“, werden demnächst mit 2000 Stauden und 6000 Blumenzwiebeln bepflanzt. Die bunten Blüten sorgen im Sommer mit orange-roten sowie blau-weißen Farbkombinationen jedes Jahr für ein farbenfrohes Spektakel.

Besonderer Hingucker

Sofort ins Auge fallen 2,50 Meter hohe Spielfiguren aus Beton, die durch einen farbigen Anstrich im Frühjahr ein besonderer Hingucker werden sollen. „Wir wollten etwas fürs Herz schaffen und vor allem Farbe in die Siedlung bringen“, erklärt der Landschaftsarchitekt Erik Hanf aus Kassel, der den Entwurf für die Umgestaltung kreiert hat.

Die fünf Tonnen schweren Halmafiguren, die mit einem Kran in die einzelnen Pflanzkäfer gehievt wurden, sind zugleich Sitzmöglichkeiten und ein zukünftiger Treffpunkt für die Bewohner. „Es war uns wichtig, dass die Figuren auch eine Funktion haben“, ergänzt Hanf.

Wohnen ist mehr

Die im Quartier verteilten, bunt gestalteten Parkanlagen sollen dafür sorgen, dass sich die Anwohner wohlfühlen. „Wohnen ist mehr als nur eine Wohnung zu haben, die mit dem Nötigsten ausgestattet ist. Es gehört auch ein nettes Umfeld dazu“, sagt Stefan Bürger, der Leiter der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft in Kassel. „Die Mieter können die weitläufigen Freiflächen nun besser nutzen.“

Keine Mieterhöhung

Das Besondere an dem Entwicklungsprojekt sei außerdem, dass die zweitgrößte Wohnungsgesellschaft Hessens in die Wohnqualität investiere, ohne eine Mieterhöhung von der Bewohnern zu verlangen. In vielen Fällen würden die Mieteinnahmen kassiert, aber es erfolge kein Investment, erklärt Bürger weiter.

Nachdem zuvor auch neue Spielgeräte installiert worden sind, hofft die Wohnungsgesellschaft außerdem auf die Errichtung einer Lärmschutzwand aufgrund der angrenzenden Autobahn.

Das würde die Qualität des Wohnquartiers weiter steigern.

Von Nina Skrzyszowski

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