Verkürzte Öffnungszeit auf der Kirmes - Bürgermeister: "Alle oder keiner"

Sperrzeit: Gemeinden wollen neu verhandeln

Hersfeld-Rotenburg. Für Volksfeste im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird es vorerst wohl doch keine einheitliche Sperrzeitregelung geben. Die Verwaltungschefs mehrerer Kommunen sehen bei einem entsprechenden Vorstoß aus der Bürgermeister-Dienstversammlung neuen Verhandlungsbedarf.

Dieser Entwurf hatte unter anderem vorgesehen, dass Kirmesveranstaltungen spätestens um drei Uhr enden sollen und eine halbe Stunde später der Veranstaltungsort geräumt sein soll. In der Bürgermeisterdienstversammlung am 17. Januar hatten nach Informationen unserer Zeitung 16 von 19 anwesenden Verwaltungschefs einem entsprechenden Konzept bei zwei Enthaltungen (Neuenstein und Nentershausen) und einer Gegenstimme (Heringen) zugestimmt. Viele Bürgermeister waren jedoch davon ausgegangen, dass sich alle Kommunen beteiligen.

Lesen Sie auch:

- Auf der Kirmes ist künftig um drei Uhr Schluss

-Sperrzeiten: Nicht alle machen mit

Neben Heringens Bürgermeister Hans Ries will allerdings auch Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth, der nicht an der Sitzung teilgenommen hatte, das Papier nicht unterschreiben (unsere Zeitung berichtete). In Niederaula ist das Konzept im Gemeindevorstand abgelehnt worden. Volker Jaritz, Bürgermeister von Breitenbach/H., begrüßt zwar den Jugendschutzgedanken, unterzeichnet aber wegen der strittigen Zeitenregelung nicht.

In Hauneck, Haunetal, Neuenstein, Kirchheim, Rotenburg, Bebra und Alheim setzt man auf eine einheitliche Regelung. „Alle oder keiner“, betont etwa Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald. Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth geht von der Zustimmung seiner Gemeinde aus. Nentershausens Verwaltungschef Ralf Hilmes glaubt, dass die Vereinbarung im Gemeindevorstand keine Mehrheit findet. In Wildeck und in Ronshausen ist noch nicht abschließend entschieden worden.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in Ihrer Hersfelder Zeitung.

Von Jan-Christoph Eisenberg und Lara Sasse

Kommentare