Verbindungswege und Treppenstraßen in Bad Hersfeld sind in schlechtem Zustand

Sperren statt sanieren

Schadhafte Verbindungswege: Im Sinne der Verkehrssicherheit musste die Stadt Bad Hersfeld beispielsweise die Passage von der Meisebacher zur Fritz-Rechberg-Straße sperren. Wegen der hohen Kosten für eine Erneuerung wird hier sogar die dauerhafte Schließung empfohlen. Fotos Schönholtz

Bad Hersfeld. Im hügeligen Bad Hersfeld gibt es nicht nur viele Stützmauern, sondern auch zahlreiche Verbindungswege für Fußgänger und Treppenstraßen. 40 bis 60 Jahre nach ihrem Bau sind sie nun zum Teil in einem bedenklichen Zustand.

Das hat eine Untersuchung des städtischen Fachbereichs Technische Dienste ergeben, die auf Antrag der Stadtverordnetenverordenfraktion von SPD und Grünen angefertigt wurde. Ergebnis: Der Reparaturaufwand ist hoch, in Einzelfällen sogar unverhältnismäßig teuer, sodass dauerhafte Schließung und Rückbau sinnvoll erscheinen.

Derzeit sind fünf Passagen wegen brüchigen Asphalts, defekter Treppen und schadhafter Geländer gesperrt. Weil die Wege stellenweise sehr steil sind, geht es hier vor allem um die Verkehrssicherheit.

Am schlimmsten betroffen sind die Verbindungswege von der Georg-August-Möller-Straße zum Grünen Weg und von der Fritz-Rechberg-Straße zur Meisebacher Straße. Den Aufwand für eine grundhafte Erneuerung beider Wege schätzt die Verwaltung auf 400 000 bis 450 000 Euro.

Für diesen Betrag könnten jedoch die anderen sechs Fußgängerwege wieder Schuss gebracht werden. Die Reparatur der Verbindung von der Güldenen Kammer zur Homberger Straße ist sogar schon im Haushalt 2015 eingeplant und soll noch dieses Jahr umgesetzt werden.

In den nächsten Jahren könnten dann die Wege von der Engelhardt-Straße zum Lappenlied (zwei Verbindungen), vom Falkenblick zur Engelhardt-Straße, vom Lappenlied zum Merßeberg und von dort zum Mönchesweg folgen.

Fachbereichsleiter Martin Bode, der die Untersuchungsergebnisse vor Kurzem in den städtischen Gremien vorstellte, empfahl aus Kostengründen die beschriebene Vorgehensweise.

Für die Anwohner sind die Baumaßnahmen selbst bei grundhafter Erneuerung nicht mit Kosten verbunden – das war bei den Stützmauern noch anders.

Von Karl Schönholtz

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