Angeblich doch Absprachen um Aufsichtsrat-Job

SPD/FWG: Schülbe kungelt um Posten

Bad Hersfeld. Schwere Vorwürfe erheben die SPD- und FWG-Fraktion gegen den Vorsitzenden der Fraktionsgemeinschaft Hans-Jürgen Schülbe. Sie bezichtigen ihn der „Kungelei“ und behaupten, es habe im Vorfeld der Bürgermeisterstichwahl Absprachen um die Besetzung von Aufsichtsrats-Posten gegeben.

Angeblich soll Schülbe am Abend des ersten Wahlgangs auf die SPD-Bitte um Unterstützung für Gunter Müller im zweiten Wahlgang vor Zeugen geantwortet haben: „In der Politik gibt es nichts umsonst, ihr kennt meine Telefonnummer!“ Die SPD habe aber nicht angerufen.

„Das Ergebnis ist bekannt, Herr Schülbe gab eine Woche später eine Wahlempfehlung für Herrn Fehling ab. Welch ein Zufall!“, schreiben Wolfgang Bolender (FWG) und Ulrich Eckardt (SPD) in einer Presseerklärung. Sie reagieren damit auf Beteuerungen Schülbes, es habe keine Posten-Absprachen gegeben (HZ berichtete). „Dass Herr Schülbe meisterhaft hinter den Kulissen zu kungeln versteht, ist – so hört man – allseits bekannt“, schreiben Bolender und Eckhardt weiter. Hiervon könnten alle Parteien, in denen Schülbe bereits Mitglied war, ein Lied singen.

Gleichzeitig weisen SPD und FWG Vorwürfe Schülbes zurück, der kritisiert hatte, die Fraktionsgemeinschaft sei von der Mehrheitsfraktion bei der Besetzung von Aufsichtsräten „ausgegrenzt“ worden sei. Die Entscheidung zur Besetzung der Aufsichtsräte sei mit den Stimmen der CDU, FWG und der SPD gefällt „und zwar auf dem Boden der existierenden Rechtslage“. (kai)

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