Heim in Bad Hersfeld braucht Hilfe der Kommunen – NBL reagiert bissig auf Vorstoß

SPD: Mehr Geld für Tiere

Auf den Hund gekommen: Die Hersfelder Sozialdemokraten besuchten das Tierheim und informierten sich beim Vorsitzenden des Tierschutzvereins Winfried von Alpen (Zweiter von links) und Tierheimleiter Andreas Rümmler (rechts). Foto: nh

BAD Hersfeld. Für eine kostendeckende Finanzierung des Hersfelder Tierheims setzt sich der SPD-Stadtverband ein. Damit unterstützen die Sozialdemokraten den Hersfelder Tierschutzverein mit seinem Vorsitzenden Winfried von Alpen, der einen jährlichen Zuschuss von 30 Cent je Einwohner von den Kommunen fordert (die HZ berichtete).

Die angestrebte Erhöhung von derzeit 25 Cent je Einwohner auf 30 Cent brächte etwa 6500 Euro mehr, rechnet von Alpen vor. Mittel, die dringend gebraucht würden, um die derzeit über 70 Katzen, 22 Hunde und die vielen Kleintiere zu versorgen.

„Das Tierheim übernimmt eine staatliche Pflichtaufgabe, für die die Kommunen zuständig sind. Dann muss auch sichergestellt sein, dass die Finanzkraft dafür da ist“, stellt Stadtverbandschef Gunter Müller klar, der den beiden Mitarbeitern und dem Tierschutzverein für ihre Arbeit dankte. Besondere Probleme bereitet die Unterbringung der derzeit drei Kampfhunde, die etwa 4300 Euro pro Jahr an Kosten verursachen.

Bissig reagiert die Neue Bürgerliste auf diesen Vorstoß. Als „grobe Täuschung der Öffentlichkeit und weiteren Beleg für die Unfähigkeit der Führungspersönlichkeiten der Bad Hersfelder SPD“ bezeichnet NBL-Chef Michael Bock Müllers Aussagen. Im Haushalt der Kreisstadt für das Jahr 2012 sei ein Zuschuss von 10 500 Euro vorgesehen. Bei offiziell 30 087 Einwohnern macht das 34,898 Cent pro Einwohner und damit schon jetzt rund fünf Cent mehr als von der SPD gefordert.“

„Die so genannte Mehrheitsfraktion in Bad Hersfeld hat völlig den Überblick verloren und kennt den mit ihren Stimmen beschlossenen Haushalt nicht“, stellt Bock fest.

Gleichzeitig erinnert die NBL-Fraktion daran, dass es die SPD war, die erst für dieses Jahr eine deutliche Erhöhung der Hundesteuer durchgesetzt habe und damit manchem Hundehalter den Grund geliefert habe, sein Tier ins Tierheim abzugeben. (red/fs/kai)

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