Sozialdemokraten kontern „wilden Rundumschlag“ des NBL-Chefs zur Finanzpolitik

SPD: Bock erzählt Märchen

Bad Hersfeld. Die Sozialdemokraten üben scharfe Kritik an den „populistischen Entgleisungen“ des NBL-Fraktionsvorsitzenden Michael Bock. In einer Pressemeldung zeigt sich die SPD „verwundert über Bocks Märchenstunde“. Der NBL-Chef hatte die Finanzpolitik der SPD etwa in Sachen Schilde-Park, Vitalisklinik und Amazonia-Kindergarten kritisiert und erklärt, die Stadt habe sich „verhoben“, weil die SPD-Mehrheitsfraktion allen Projekten von Alt-Bürgermeister Boehmer zugestimmt habe (wir berichteten).

Die SPD spricht nun von einem „wilden Rundumschlag“ Bocks. Zumal sämtliche von ihm angeführten Entscheidungen von nahezu allen Fraktionen im Stadtparlament unterstützt wurden, erklärt Stadtverbandschef Gunter Müller.

Wenn Bock sich mit seinen Vorstellungen durchgesetzt hätte gäbe es keine Jugendherberge, kein Amazon, keine Kindertagesstätte Amazonia und auch keine Grenzebach/TLT-Verlagerung. Bad Hersfeld wäre nicht die aufstrebende Stadt, die sie heute ist, sondern ein Mittelzentrum unter vielen, heißt es in der Mitteilung der SPD.

„Wir freuen uns über sämtliche konstruktiven Vorschläge zum Wohle der Stadt, aber der Auftritt von Herrn Bock lässt befürchten, dass es ihm mal wieder nur um eine Generalabrechnung mit der SPD geht,“ sagt Stadtverbandsgeschäftsführer Markus Teglas.

Die Sozialdemokraten wollen sich mit ihren über 450 Mitgliedern weiter für junge Familien, Rentner, Arbeitnehmer und sozial Bedürftige in dieser Stadt einsetzen. „Darüber können wir gern mit unseren Mitbewerbern diskutieren, aber konstruktiv und mit guten Vorschlägen. Alles andere ist bloß Augenwischerei“, erklärt Müller. (red/kai)

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