Plötzlicher Blitzschlag tötet Frau aus Heenes - Unwetter überrascht 56-jährige Spaziergängerin auf Hochplateau

Bad Hersfeld. Noch immer stehen die Menschen im Bad Hersfelder Stadtteil Heenes unter Schock, nachdem am Sonntag bei strahlend blauem Himmel eine 56-jährige Geschäftsfrau vom Blitz erschlagen wurde.

Jede Hilfe kam zu spät für die Spaziergängerin, die gegen 18 Uhr mit ihrem Golden Retriever auf dem Hochplateau der Spätshecke am Ortsrand von Heenes unterwegs war. „Die Sonne schien. Nur eine einzelne graue Wolke stand am Himmel. Plötzlich hat es einen Schlag getan. Es wurde stockdunkel und es schüttete wie aus Eimern“, berichtet eine Augenzeugin aus Heenes.

Die Spaziergängerin habe keine Chance gehabt, Deckung zu suchen. Ein junger Mann habe noch eine Decke über das Opfer geworfen. Ein anderer verständigte den Ehemann, der noch im Büro saß, und den Rettungsdienst. Der Hund, der abgeleint die Frau begleitet hatte, rannte in Panik davon.

Die Menschen in den Gärten an der Waldstraße, die Augenzeugen der Tragödie wurden, waren auch am Montag noch tief getroffen. Die Chance, im Lotto sechs Richtige plus Superzahl zu haben, ist rechnerisch sechsmal größer als das Risiko, vom Blitz erschlagen zu werden. Laut amtlicher Todesursachenstatistik ist im Schnitt der vergangenen Jahre je einer von 24 Millionen Bundesbürgern durch einen Blitzschlag ums Leben gekommen.

Der Klimawandel sorgt bereits seit Jahren für vermehrte Unwetter und Blitzeinschläge. „Die Unwetter werden deutlich heftiger, und die Schäden nehmen zu“, sagt Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten: „Die Zahl der Blitzeinschläge steigt jedes Jahr und damit auch die Zahl der Verletzten und Getöteten.“ Klimaforscher rechneten bei jeweils einem Grad Erhöhung der Erderwärmung mit einer Steigerung von zehn Prozent der Blitzeinschläge.

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