Aktuell über 560 Quads und Trikes gemeldet – Fünf Unfälle 2015

Spaßfahrzeuge immer beliebter im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Sie sind immer häufiger auf deutschen Straßen zu sehen: Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat die Anzahl der Quads und Trikes in den vergangenen Jahren auffallend zugenommen.

Insgesamt 544 solcher vier- und dreirädriger Fahrzeuge waren im Januar 2016 bei der Zulassungsstelle gemeldet. Anfang Juni waren es 563.

Zehn Jahre zuvor waren 238 Quads und Trikes registriert, wobei der Sprung von 2005 auf 2006 mit 27 und dann 238 Fahrzeugen besonders hoch war.

Da die Zulassungsstelle keine andere schlüssige Erklärung für diesen sprunghaften Anstieg hat, vermutet auch Kreissprecher Dirk Herrmann einen allgemeinen Trend.

Ob mit der Zunahme der Quads und Trikes auf Waldhessens Straßen auch die Zahl der Unfälle mit solchen Fahrzeugen gestiegen ist, lässt sich nicht genau sagen. „Zu vermuten ist natürlich, dass es mit mehr Fahrzeugen auch mehr Unfälle gibt“, sagt Polizeisprecher Manfred Knoch. Konkrete Hinweise, sprich: Zahlen, gibt es dafür aber noch nicht. 2015 passierten laut Knoch im Landkreis fünf Unfälle mit derartigen Leichtkrafträdern. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.

Zwei Unfälle kann Knoch für das Jahr 2014 nennen, wobei es bei einem Unfall Schwerverletzte gab. Schwer verletzt wurde 2010 unter anderem auch ein Mann in Aua, der auf seinem Quad von einem Auto übersehen worden war. 2013 prallte in Eiterfeld ein Quadfahrer gegen einen Baum, nachdem er von einem Auto geschnitten worden war.

„Quads und Trikes sind gefährlicher als zum Beispiel Autos“, sagt Cornelius Blanke vom ADAC Hessen-Thüringen. Sie besitzen weder eine Knautschzone, noch Airbags, geraten aber leichter aus der Spur als Pkw oder Motorräder. „Für viele Nutzer ist das Fahrverhalten ungewohnt, wird oft auch nicht richtig eingeschätzt“, warnt Blanke. (nm)

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