Heute ist Weltspartag – Viele Banken locken junge Sparer mit kleinen Geschenken

Wer spart, hat Schwein

Kaan Kasim (links), im Bild mit Freund Mahmut Akkilic, füttert sein Sparschwein schon lange für den Spartag. Der Aktionstag wurde von den Sparkassen im Oktober 1924 ins Leben gerufen. Er sollte an die Bedeutung des Sparens für die Volkswirtschaft erinnern. Foto: Hempel

Bad Hersfeld. Am meisten freut man sich darüber, wenn man es zerdeppern darf: Das Sparschwein. Während die Welt in Schulden erstickt, bringen am Weltspartag Kinder ihr Erspartes zur Bank oder Sparkasse. Dafür belohnen viele Banken ihre jungen Kunden heute mit einem kleinen Geschenk, einem Plüschtier oder einer Spardose.

Das geht so seit gefühlten hundert Jahren, sagte Wolfgang Kurth, Leiter des Vorstandsstabes der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. „Der Weltspartag richtet sich vor allem an junge Sparer. Viele Kinder bringen jedes Jahr mit leuchtenden Augen ihre Sparschweine zum Schalter.“ Geschniegelte Mitarbeiter sind heute etwas legerer unterwegs – zumindest an den Jugendschaltern, die heute in den Sparkassen-Geschäftsstellen Bad Hersfeld, Rotenburg, Bebra und Heringen geöffnet sind.

Dort wird das Geld gezählt, dann kommt es aufs Sparbuch. Vor allem junge Kunden haben noch ein klassisches Sparbuch, sagte Kurth. „Viele Jugendliche führen ein eigenes Girokonto, wo sie lernen, mit Geld umzugehen.“

Auch bei den jungen Sparern der VR-Bank hat das Sparbuch noch nicht ausgedient, erklärt Matthias Mohr von der Marketingabteilung der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg. „Erwachsene legen beim Sparen vor allem seit der Finanzkrise 2008 mehr Wert auf Sicherheit.“ Bausparen, Gewinnsparen, Fondssparen, Sparkassenbriefe – Möglichkeiten gibt es viele.

„Sparen scheint immer noch etwas typisch Deutsches zu sein“, sagt Kurth. Zehn bis zwölf Prozent ihres Einkommens sparen die Deutschen. „In Deutschland ist die Sparbereitschaft – anders als etwa in den USA – noch immer sehr hoch.“ (che)

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