Bilanz 2011 mit Plus von 2,1 Prozent - Immobiliengeschäft boomt

Sparkasse wächst in schwierigen Zeiten

Hersfeld-Rotenburg. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ihr Ergebnis im Jahr 2011 weiter verbessert. Die Bilanzsumme stieg auf 1,839 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir hatten ein gutes Jahr 2011 und sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte der Vorsitzende des Sparkassenvorstands, Reinhard Faulstich, bei der Bilanzpressekonferenz in Friedewald.

Gleichzeitig übten Faulstich und sein Vorstandskollege Gerhard Heß scharfe Kritik an der „Regulierungswut“ der Politik, die jetzt auch bei uns ankomme. Dazu gehörten die verschärften Liquiditäts- und Eigenkapitalvorgaben der Politik. Auch die Zinspolitik der EZB, die den Markt mit „billigem Geld“ überschwemme, trage dazu bei.

„Diese Markteingriffe halte ich auf Dauer nicht für akzeptabel“, kritisierte Faulstich. „Wir sind Leidtragende des Systems“, beklagte auch Heß und nannte als Beispiele das Entstehen von Schattenbanken oder Hedgefonds, die sich den staatlichen Zugriffen entziehen.

Die Sparkasse setze indes weiterhin auf Solidität, Fairness und die Nähe zum Kunden mit ihrem Netz von 31 Geschäftsstellen, zwölf Beratungszentren und knapp 450 Mitarbeitern. Trotz des demografischen Wandels solle es keinen „Rückzug aus der Fläche“ geben, sagte Faulstich.

Besonders erfreulich habe sich neben dem klassischen Spar- und Kreditgeschäft auch der Immobilienmarkt im Kreis entwickelt. Die Sparkasse verzeichne eine Zunahme von 50 Prozent bei den Vermittlungen, die ein Volumen von 8,5 Millionen Euro hatten.

Von dem guten Geschäftsergebnis profitiert auch die Bevölkerung im Kreis. Insgesamt hat die Sparkasse im vergangenen Jahr über 400 gemeinnützige Projekte mit über 850 000 Euro unterstützt.

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Von Kai A. Struthoff

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