689 Teilnehmer beim ersten Bad Hersfelder Bürgerdialog

Sparen bei Festspielen und Bürgerhäusern

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Stellten das Ergebnis des Bürgerdialogs vor: mBad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling (rechts) und Pressesprecher Maik Ebert.

Bad Hersfeld. 689 Bürger haben sich am Bad Hersfelder Bürgerdialog beteiligt und im Internet ihre Sparvorschläge für den städtischen Haushalt angeklickt. Gespart werden soll demnach in Zukunft vor allem bei den Festspielen, den Bürgerhäusern und beim Seniorenprogramm 70plus. Aber auch die Wirtschaftsbetriebe beziehungsweise die städtischen Beteiligungen wie die Vitalisklinik und das „wortreich“ wurden häufig genannt.

Bei rund 22 000 Wahlberechtigten ist das Ergebnis natürlich nicht repräsentativ, Bürgermeister Thomas Fehling zieht trotzdem ein „extrem positives Fazit“ des Projekts. Für die kurze Dauer der Freischaltung sei das eine akzeptable Rückmeldung, auch die 248 freien Kommentare seien sehr interessant und zum Teil sehr umfangreich gewesen.

Das eigens für die Stadt entwickelte Online-Tool war vom 8. bis zum 13. November freigeschaltet gewesen, die Umfrage enthielt 31 Einzelfragen aus elf Themenblöcken mit 27 Entscheidungsmöglichkeiten (unsere Zeitung berichtete). Die Themenbereichen waren zuvor von einer Arbeitsgruppe aus der Verwaltung ausgewählt worden; absichtlich nicht aufgeführt waren verwaltungsinterne Themen wie etwa Personalkosten. „Das ist von außen schwer zu beurteilen, außerdem sollen die Bürger ja nicht unseren Job machen“, erklärte Fehling, der das Ergebnis der Umfrage am Dienstagvormittag gemeinsam mit Pressesprecher Maik Ebert vorstellte.

„Ich nehme das Ergebnis sehr ernst“, betonte der Bürgermeister die Bedeutung des „Stimmungsbarometers, das man nicht ernst nehmen muss, aber kann“. Einige Punkte habe er bereits für den Haushaltsentwurf 2014 berücksichtigt, den er am 12. Dezember einbringen wird. Denn eines sei klar: ohne Einschnitte bei den Ausgaben, sei kein ausgeglichener Haushalt möglich. Über die konkrete Gestaltung des Haushalts entscheiden letztlich die Bad Hersfelder Stadtverordneten. (nm)

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