Grünanlagen und Friedhöfe werden mit geringerem Kostenaufwand gepflegt

Sparen, auch beim Grün

Karl-Josef Höfer (links) und Horst Gombert arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Gartenanlagen der Stadt, wie hier die Leonhard-Müller-Anlage am Nordschulteich, gepflegt und einladend aussehen. Jedoch ist es für die Mäh- und Pflanzkolonne nicht einfach, da aufgrund der angespannten Haushaltslage auch bei der Unterhaltung der Grünanlagen und der Friedhöfe gespart werden muss. Foto: Streck

Bad Hersfeld. Die Stadt muss sparen. Schließlich gilt es, ein Haushaltsloch von mehreren Millionen Euro zu stopfen, entstanden durch nicht vorhersehbare Einbrüche bei der Gewerbesteuer. Das betrifft auch die Pflege und Unterhaltung der Grünanlagen und der Friedhöfe. Hier sieht sich die Stadt zu nachhaltigen Umstrukturierungen gezwungen, teilt Horst Gerlich, der Referent des Bürgermeisters mit.

„Klar ist, dass die in den vergangenen Jahren seit der Umgestaltung des Kurparks und der Leonhard-Müller-Anlagen hinzu gekommenen hochwertigen Grünanlagen einen deutlich höheren Betreuungsaufwand erfordern als die übrigen städtischen Flächen“, stellt Gerlich fest. Ab dem Jahr 2014 fallen auch die Flächen im Schilde-Park in städtische Regie.

Maschinenausfälle

Bereits jetzt zeigten sich erste Auswirkungen der leider unvermeidbaren Einsparungen, die bei den Bürgern, aber auch bei den Besuchern der Kreisstadt – in vielen Fällen verständlich – Irritationen hervorrufen, räumt Gerlich ein. Zu den Einsparungen bei Saisonarbeiterstellen und geringfügig Beschäftigten (400 Euro-Jobs) im Frühjahr kämen ärgerliche Maschinenausfälle hinzu. „Unter extremen Hochdruck und mit erheblichen Kosten wird der Maschinenpark wieder instand gesetzt, die Mäh- und Pflanzkolonnen sind emsig dabei, einerseits das Stadtbild im Bereich Stift, Staudengarten, Leonhard-Müller-Anlagen und Kurpark angesichts der Festspiele in Schuss zu bringen, andererseits die übrigen Grünflächen und Friedhöfe nach einem abgestuften Pflegeplan abzuarbeiten“, erläutert der Referent. Der Maschinenpark werde sukzessiv mit Aufwendungen in sechsstelliger Höhe modernisiert.

Als demotivierend empfinden es jedoch alle Beteiligten, wenn mit viel Engagement angelegte Anpflanzungen und Einrichtungen mutwillig beschädigt oder zerstört werden, wie die Rosenpflanzungen an der Stiftsruine oder die Bahnhofsunterführung, oder wenn uneinsichtige Hundehalter ihre Tiere unkontrolliert in den Grünanlagen laufen lassen.

Bürgermeister Thomas Fehling und seine Mitarbeiter aus den Fachbereichen haben sich nach Beschwerden aus der Bevölkerung kurzfristig einen Überblick verschafft und Maßnahmen festgelegt. Hierzu zählt auch die Überlegung, externe Hilfskräfte einzusetzen. Hierfür zusätzlich eingesetztes Geld muss jedoch an anderer Stelle wieder eingespart werden, warnt Gerlich.

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