Schausteller-Vertreter vom Wir-Gefühl beim Lullusfest beeindruckt – Steigende Kosten beklagt

Spagat zwischen Tradition und Moderne

Lolls-Organisator Wilfried Roßbach (rechts) und Bürgermeister Thomas Fehling (Vierter von links) mit ihren Gästen. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Die Volksfestveranstalter und Schaustellervertreter haben bei ihrer Tagung in Bad Hersfeld (HZ berichtete) ein straffes Programm abgearbeitet: 30 Tagesordnungspunkte gab es zu besprechen, vom Sicherheitskonzept über Gema-Gebühren bis hin zu Marketingstrategien. Auch über die Möglichkeiten für mehr Barrierefreiheit auf Volksfesten wurde diskutiert. Wobei es kein Patentrezept für alle Veranstaltungen gebe.

Als Interessen-Vertreter der Schausteller waren Albert Ritter, Präsident des Dachverbands Deutscher Schausteller und der Europäischen Schaustellerunion, sowie Hans-Peter Arens, Präsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, zu Gast. Beide wiesen auf die lange Erfahrung mit Volksfesten in Deutschland hin und warnten vor falschem Aktionismus bei der Sicherheit und steigenden Kosten für die Schausteller, etwa für Strom. Schließlich seien Volksfeste auch Werbung und füllten das Städtesäckl.

Das wollte Bürgermeister Thomas Fehling aber so nicht stehen lassen, und betonte, dass die Stadt Bad Hersfeld ihr Lullusfest subventioniere.

Zeit für einen ausgiebigen Bummel über das Lullusfest blieb den Tagungsteilnehmern auch. Andre Listing, Organisator des Münchener Oktoberfestes, lobte den „gelungenen Spagat zwischen Tradition und Moderne“. Albert Ritter war vor allem vom Wir-Gefühl und dem eigenen Gruß „Bruder Lolls“ beeindruckt. Hans-Peter Arens hatte einen Kritikpunkt: „In der Einladung hätte stehen sollen, dass wir Kastanien mitbringen müssen.“

Erstmals wurden in diesem Jahr übrigens Fotos vom Festplatz gemacht, um die Besucherzahlen auszuwerten. (nm)

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