VdK warnt vor Neuerung bei Krankenversicherung

Sozialstaatliches Gefüge in Gefahr

Bad Hersfeld. Die Bundesregierung plant eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. „Sollten diese Pläne umgesetzt werden, hätte das weitreichende Folgen für unsere Bürgerinnen und Bürger“, befürchtet Ellen Schütrumpf, die Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Hersfeld.

„Als größter Sozialverband Hessen-Thüringen mit 213 000 Mitgliedern, davon nahezu 4500 Mitgliedern im Altkreis Hersfeld, rufen wir schon heute auf, sich an unserem Protest zu beteiligen“ sagt sie. Beitragssätze für die gesetzliche Krankenversicherung sollten für Arbeitnehmer angehoben und für Arbeitgeber eingefroren werden, schildert sie die drohenden Änderungen. Künftige Kostensteigerungen müssten dann allein von den Versicherten durch Zusatzbeiträge bezahlt werden.

„Die Umsetzung dieser Pläne würde unser soziales Sicherungssystem in seinen Grundfesten erschüttern“, bestätigt auch ihr Stellvertreter Erwin Lippert. Die anstehenden Entscheidungen seien sehr grundsätzlicher Natur und richtungsweisend für den Erhalt unseres sozialstaatlichen Gefüges.

Systemwechsel verhindern

Die Kreisvorsitzende Ellen Schütrumpf und ihr Stellvertreter Erwin Lippert sind überzeugt davon, dass durchaus noch die Chance besteht, den geplanten Systemwechsel der gesetzlichen Krankenkassen zu verhindern. Sie wollen es nicht zulassen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, Altersarmut zum Massenphänomen wird und immer mehr Menschen von unserem Sozialstaat abgehängt werden.

In den nächsten Wochen werden die Bürger unserer Region über konkrete Einzelheiten zu vorgesehenen Protesten informiert, kündigen die VdK-Vorsitzenden an. (red)

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