Weitere Werkstatt und mehr betreutes Wohnen für Behinderte

Soziale Förderstätten weiten ihr Angebot aus

Hersfeld-Rotenburg. Eine zweite Werkstatt für psychisch kranke Menschen entsteht zurzeit in Bebra im ehemaligen Brück-Haus an der Gilfershäuser Straße. Hier will der kreisweit tätige Verein „Soziale Förderstätten für Behinderte“ eine neue Einrichtung eröffnen, in der neben der Werkstatt auch zwölf Wohnungen für Singles und Paare mit pädagogischer Assistenz entstehen.

Das Haus ist dann neben dem „Lichtblick“ in Bad Hersfeld die zweite Werkstatt für psychisch Kranke im Kreis Hersfeld-Rotenburg, erklärten Alfred Schüler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, und der pädagogische Leiter Ulrich Völke.

Zahl psychisch Kranker steigt

Die Werkstatt für seelisch Behinderte am Weinberg in Bad Hersfeld sei zurzeit mit 90 Personen überbelegt. Schüler spricht von einer rasant steigenden Zahl von Menschen mit seelischer Behinderung. Man reagiere in Abstimmung mit dem Landeswohlfahrtsverband auf die gestiegene Nachfrage. Die Werkstätten dienten dazu, den Menschen eine Tagesstruktur zu vermitteln und sie möglichst wieder in den normalen Alltag und einen Beruf zu begleiten.

530 Menschen arbeiten in den Werkstätten des Vereins. Neben den 90 Personen im „Lichtblick“ sind 164 geistig und körperlich behinderte Menschen in der Werkstatt in Bad Hersfeld tätig, 276 sind es in Bebra.

Der Verein sorgt nicht nur für die Beschäftigung dieser Personengruppe, sondern auch für passenden Wohnraum. Neben den 128 vollstationären Plätzen kümmern sich die Mitarbeiter im Betreuten Wohnen um 144 Personen. In Bad Hersfeld soll diese Wohnform weiter ausgebaut werden. Man stehe kurz vor dem Kauf einer Immobilie in der Innenstadt. Dort sollen in Kürze acht Plätze und ein Büro bezogen werden, erklärte Alfred Schüler. Zum TAge, HIntergrund, Seite 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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