Subventionen für die Landwirtschaft reformieren

Sozialdemokraten schnüren Ideenpaket

Bad Hersfeld. EU-Subventionen in der Landwirtschaft sollen grundsätzlich reformiert werden. Wie Bundestagsabgeordneter Michael Roth mitteilte, hat die SPD in dieser Woche im Deutschen Bundestag ein Themenpaket vorgestellt, das Zuschüsse in Zukunft für ökologisch verantwortliches Wirtschaften gewähren und das derzeitige System pauschalisierter Direktzahlungen ablösen soll.

Dazu müsse ein gerechtes Entlohnungssystem geschaffen werden, das „vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Bodenfruchtbarkeit sowie des Umwelt- und Tierschutzes“ Fördermittel bereitstellt, wie es in dem Papier heißt. Roth, der zu den Mitverfassern des Antrags gehört, verspricht sich davon vor allem eine Stärkung der kleinen und mittelständischen Landwirtschaftsbetriebe: „In den vergangenen Jahren ist es großen Konzernen immer häufiger gelungen, mit dubiosen Praktiken und Dumpingpreisen kleinere Betriebe unter Druck zu setzen oder zum Aufgeben zu zwingen. Wohin dieser Preiskrieg führt, hat der Dioxinskandal einmal mehr gezeigt“, so Michael Roth.

Indem mit einem reformierten Fördersystem landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden, die verantwortungsbewusst mit Umwelt- und Verbraucherinteressen umgingen, schaffe man wieder ein verstärktes Gegengewicht gegenüber großen Industriebetrieben, die nur auf kurzfristigen Profit setzten, ist sich Roth sicher.

„Gerade die Region ist von kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetrieben geprägt, die mit wertvollen Produkten zu einer gesunden Ernährung beitragen“, betont Michael Roth. (red)

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