Mutmaßliche Scheckbetrüger prellten heimische Bank um 14 000 Euro

Sorglosigkeit ausgenutzt

Bad Hersfeld. Die Sorglosigkeit eines einheimischen Geldinstituts hat sich eine bundesweit operierende Betrügerbande im Sommer 2007 zunutze gemacht und mittels fingierter Verrechnungsschecks 14 000 Euro ergaunert. Gestern sollten sich die beiden mutmaßlichen Haupttäter vor dem Schöffengericht in Bad Hersfeld verantworten. Doch der Prozess konnte wegen eines Formfehlers gar nicht erst beginnen und wurde auf den 9. Februar kommenden Jahres vertagt.

Staatsanwalt Werner Stock wirft den beiden 33 und 30 Jahre alten Angeklagten aus Landsberg/Lech und München neun Fälle von Urkundenfälschung und Betrug vor.

Die Masche soll dabei immer dieselbe gewesen sein: Von zwei Strohmännern wurden bei der jeweiligen Bank Konten eröffnet, für die nach einigen Tagen EC-Karten übersandt wurden. Mittels gefälschter Schecks wurde auf den Konten ein vermeintliches Guthaben erzeugt, das die Angeklagten prompt per Geldautomat abgehoben haben.

Weitere Verfahren

Beide Angeklagte sind vorbelastet und in weitere Verfahren ähnlichen Inhalts verwickelt.

Dass ihnen die Anklageschrift für das Hersfelder Verfahren nicht ordnungsgemäß zugestellt worden war, bemängelten ihre Berliner Verteidiger mit Recht. Dieser Formfehler wäre zwar im allgemeinen Einverständnis heilbar gewesen, doch beim einstündigen Rechtsgespräch zwischen Gericht, Anklage und Verteidigung kam es zu keiner Einigung, die eine pragmatische Lösung ermöglicht hätte.

Richter Michael Krusche, dem Vorsitzenden des Schöffengerichts, blieb somit nur der Blick in den Terminkalender.

Von Karl Schönholtz

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