Patientenbelegung unter den Erwartungen – Sanierungskonzept

Sorgen um die Zukunft der Vitalisklinik

Bad Hersfeld. Die Sorgen um die Zukunft der Vitalisklinik in Bad Hersfeld reißen nicht ab. Weil die Belegungszahlen derzeit unter den Erwartungen liegen, arbeiten Geschäftsführung und Betriebsrat der Fachklinik für Stoffwechselkrankheiten an einem Sanierungskonzept. Dessen Ziel ist es, einerseits durch neue Angebote mehr Patienten zu gewinnen und andererseits die Betriebskosten zu senken.

Das erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates der städtischen Wirtschaftsbetriebe, Bad Hersfelds amtierender Bürgermeister Lothar Seitz, auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Klinik ist seit 2008 Teil der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bad Hersfeld, die für den Betrieb einen Managementvertrag mit dem örtlichen Klinikum abgeschlossen hat.

Mit einer durchschnittlichen Belegungszahl von 120 liegt das 180-Betten-Haus in diesem Jahr bisher etwa zehn Patienten unter der Marke, mit der beim Betriebsergebnis eine „schwarze Null“ erreicht werden könnte.

Der Verlust 2010 sei jedoch durch die von der Stadt als „Starthilfe“ in den Wirtschaftsplan eingestellte Rücklage gedeckt, erläuterte Seitz. „Doch jetzt muss etwas passieren,“ sagte er weiter, weil sonst für 2011 rote Zahlen nicht zu vermeiden seien.

„Wir haben keine Zeit zu verlieren und wollen gegensteuern“, sieht Seitz alle Beteiligten unter Druck, denn die Stadt habe bislang rund zehn Millionen Euro in Kauf und Modernisierung der Klinik investiert und könne sich zusätzliche Verluste nicht leisten. Deswegen habe man an den Sanierungsbemühungen auch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer beteiligt.

Von Seiten der Geschäftsführung seien dem Aufsichtsrat mehrere Modellrechnungen präsentiert worden, berichtete Seitz. Entschieden sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts, sagte Seitz, fügte aber hinzu: „Wir hoffen, dass sich schon in den nächsten Wochen etwas bewegt.“ zum tage, hintergrund

Von Karl Schönholtz

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