Sorge um Sicherheit der Kinder

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Hersfeld-Rotenburg. Sorgen um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr machen sich die Vorsitzende des Kreiselternbeirats Hersfeld-Rotenburg, Andrea Mertens, und Reinold Bless, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht. Der Unterricht zur Verkehrserziehung an den Grundschulen sei stark gekürzt worden, kritisieren sie.

Früher hätten die Kinder in den vierten Klassen fünf ganze Vormittage für dieses wichtige Thema gehabt, nun seien es nur doch drei Termine mit jeweils zwei Schulstunden, stellt Andrea Mertens fest. „Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Üben“, bemängelt Bless. Doch gerade die Praxis sei wichtig für Kinder im Straßenverkehr.

Das Hauptproblem sieht Bless darin, dass die Polizei weniger Beamte für den Unterricht und die Übung auf dem Verkehrsübungsplatz in Bebra und vor allem in Kleingruppen im realen Straßenverkehr zur Verfügung stellt. Früher seien es vier Polizisten gewesen, jetzt nur noch drei, von denen zwei in Teilzeit arbeiten. Er bemängelt zudem, dass es nur noch diese eine feste Jugendverkehrsschule im Kreis gibt. Die Größe des Kreises würde ebenso wie die Klassen und Schülerzahlen eine zweite stationäre Einrichtung rechtfertigen, sagt Reinhold Bless..

Diese Kürzung, so stellt Anita Hofmann, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes für die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner, gebe es bereits seit zwei Jahren. Um die Präsenz der Polizisten auszugleichen, hätten die Schulen gemeinsam mit der Polizei ein neues Konzept erarbeitet, das nun nach anfänglicher Skepsis gut funktioniere.

Allerdings hätten die Schulen nun eine höhere Verantwortung bei der theoretischen Vorbereitung, betont Hofmann. Das habe zunächst unterschiedlich gut geklappt, laufe aber inzwischen, versichert die Schulamtsleiterin. Das Material für den Verkehrsunterricht werde den Schulen vom Hessischen Kultusministerium zur Verfügung gestellt.

Von Christine Zacharias

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