Diskussion über die Zukunft der Bürgerhäuser

Sorge um die Seele der Ortsteile

Bad Hersfeld. Über den Sinn und Nutzen der Bürgerhäuser haben Lokalpolitiker, Vereinsvertreter und viele Zuhörer auf Einladung des SPD Ortsvereins Kalkobes diskutiert. Vor dem Hintergrund der teilweise nur sehr geringen Auslastung hatte die CDU vorgeschlagen, die Bürgerhäuser zu verkaufen. Die SPD in Kalkobes wollte dazu einen Meinungsaustausch anregen.

Nach einigen einleitenden Worten durch den Stadtverordneten Daniel Faßhauer, der die Entstehung und die Gründe für den Bau der Bürgerhäuser in den 1950er Jahren ausführte, entwickelte sich eine rege Diskussion.

Während die Vereinsvertreter die lange Tradition aber auch die unterschiedliche Substanz der Häuser betonten, unterstrich Stadtrat Hans-Georg Vierheller (FWG) die Bedeutung der Dorfgemeinschaftshäuser. „Das ganze Vereinsleben spielt sich dort ab“, sagte er. Den Verkauf hält Vierheller ohnehin für illusorisch. Auch Thomas Faßhauer hob hervor, dass Bürgerhäuser die „Seele der Stadtteile“ seien. „Bürgerhäuser bieten vielfältige Möglichkeiten für die Vereine, aber auch für Familienfeiern oder Feste.“

Problematisch wurde von den Teilnehmern die zu geringe Auslastung und Nutzung gesehen. Auch der zum Teil schlechte Zustand der Häuser wurde bemängelt. „Wenn wir die Attraktivität der Häuser erhöhen und Vereine und Bürger noch stärker ansprechen, können die Kosten etwas eingedämmt werden,“ sagte Daniel Faßhauer und plädierte dafür, ein gewisses kulturelles und infrastrukturelles Angebot in den Ortsteilen zu erhalten, damit diese nicht zu reinen Schlaforten werden. Einig war man sich, dass den Bürgerhäusern dabei ein hoher Stellenwert zukomme. (red/kai)

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