SPD-Ortsverband kritisiert das Aus für die Ortsumfahrung durch Verkehrsminister

Sorga ist sauer auf Rentsch

Bad Hersfeld. Sauer sind die Bad Hersfelder und Sorgaer Sozialdemokraten über das von Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch verkündete Aus für die Ortsumfahrung der B 62 im Stadtteil Sorga. FDP-Verkehrsminister Rentsch hatte in einer umfangreichen Liste mit hessischen Straßenverkehrsprojekten weder die von der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung geforderte Ortsumfahrung Sorga noch die Ortsumfahrung Asbach im Zuge der B 26 aufgenommen.

„Wir sind gelinde gesagt frustriert. Nach all den Zusagen, die Stadt Bad Hersfeld und den Ortsteil Sorga einfach mit seinen verkehrlichen Sorgen abzubügeln, geht nicht“, zeigt sich der Sorgaer SPD-Ortsvereinsvorsitzende und ehemalige Stadtrat Karl-Ernst Wiechers in einer Pressemeldung der Partei enttäuscht.

Noch im August sei den Sorgaer Bürgerinnen und Bürger vermeintlich wahlkampf-wirksam von der FDP ein Lkw-Nachtfahrverbot versprochen worden. „Passiert ist nichts“, ärgert sich der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gunter Müller und weiter: „Es bestand schon lange der Verdacht, dass das Nachtfahrverbot von dem Aus für die Ortsumfahrung ablenken sollte. Das scheint gelungen.“

Erfreut zeigt sich der SPD-Stadtverband über eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke, mit der das FDP-Verkehrsministerium offenlegen soll, welche konkreten Entscheidungsgrundlagen genutzt wurden.

Damit solle erreicht werden, dass beispielsweise die Verkehrszählungen und der Nutzen-Kosten-Faktor einer Ortsumfahrung offengelegt werden. „Ohne Ortsumfahrung wird auch die Erschließung eines der letzten möglichen Ansiedlungsgebiete in der Stadt Bad Hersfeld kaum zukunftsweisend zu verwirklichen sein“, spielt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gunter Müller auf das Areal zwischen der Autobahn und der Ortslage Sorga an.

Die Sozialdemokraten gehen davon aus, dass FDP-Bürgermeister Thomas Fehling nach Bekanntgabe der Entscheidung durch seinen Parteifreund und Verkehrsminister Rentsch Einfluss genommen hat, um die Entscheidung zu korrigieren. (red/kai)

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