Kreistag sieht noch eine Chance

A4 bei Sorga: Debatte um den Anschluss

Bad Hersfeld. Um einen Anschluss der Bundesstraße 62 an die erweiterte und zum Teil neu trassierte Autobahn 4 östlich des Bad Hersfelder Stadtteils Sorga ging es im Kreistag. Mehrheitlich stimmten SPD, Freie Liste, Linke und Grüne dafür, dass sich der Kreisausschuss für einen solchen Anschluss einsetzen soll. Die Behörden sollen aufgefordert werden, die Chance zu einer Verkehrsentlastung der Bad Hersfelder Stadtteile Kathus, Sorga, Petersberg und Hohe Luft aufzugreifen. Außerdem sollen laut SPD-Antrag die Geschwindigkeit und das Sonntagsfahrverbot verstärkt kontrolliert und ein nächtliches Durchfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen durchgesetzt werden.

Mehrheitlich abgelehnt wurde ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion, mit dem die Stadt Bad Hersfeld vom Kreistag unterstützt werden sollte in ihren Bemühungen, den Bürgern von Sorga Entlastung von Verkehrslärm zu verschaffen. Nach Auffassung der CDU-Fraktion sollte der Kreistag bedauern, dass „durch Beschluss der SPD-Grüne-Bundesregierung 2003 der ursprünglich geplante Bau einer Anschlussstelle an die Autobahn 4 gestrichen wurde“.

SPD, Grüne, Linke und Freie Liste wollten das nicht tun. Vielmehr sagte Jörg Althoff, die Grünen hätten schon vor 20 Jahren die Auffahrt gewollt. Die Stadt Bad Hersfeld hätte rechtzeitig eine solche fordern sollen. Helmut Heiderich (CDU) vermutete, der Bürgermeisterwahlkampf stehe hinter dem SPD-Antrag. Rot-Grün habe den Autobahnanschluss verhindert. Torsten Warnecke (SPD) verneinte einen Zusammenhang mit der Wahl. Es gebe jetzt eine neue Chance für die Auf bei Sorga. (ank)

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