Im Landkreis sinken Geburten und Sterbefälle leicht – Sophie ist beliebtester Name

Sophie Lukas Knapp 1000 neue Kinder

Beliebte Namen, vor sechs Jahren und auch heute: Sophie Thornagl und Lukas Khazarian, beide sechs Jahre, aus der „Villa Kunterbunt“ in Bebra, haben Vornamen, die auch im Jahr 2009 auf den ersten Plätzen im Landkreis gelandet sind. Foto: Schubert

Hersfeld-Rotenburg. Sowohl die Zahl der neugeborenen Kinder als auch die Zahl der Verstorbenen ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Jahr 2009 leicht gefallen.

Die Zahl der Neugeborenen liegt unter der 1000er-Marke: Die Standesämter des Landkreises beurkundeten im Jahr 2009 zusammengezählt 944 Kinder (Vergleich 2008: 956). Verstorben sind hingegen weit mehr: Im Jahr 2009 kreisweit 1623 Menschen (Vergleich 2008: 1654).

Kaum Hausgeburten

Unsere Grafik zeigt, bei welchen Standesämtern die Kinder beurkundet wurden. In Rotenburg und Bad Hersfeld sind die Zahlen aufgrund der Geburtskliniken am höchsten, in den anderen Gemeinden finden sich nur vereinzelte Zahlen, wenn es eine Hausgeburt gegeben hat. In Alheim hat sich beispielsweise eine Familie zum zweiten Mal nach 2006 für eine Hausgeburt entschieden. In Hohenroda wurde ein Kind beim Standesamt angemeldet, das in Saudi Arabien geboren wurde.

In Bad Hersfeld wurden 2009 14 Kinder weniger geboren als ein Jahr zuvor. Die Zahl sank mit 795 Kindern unter die 800er-Marke. In Rotenburg war es ein Kind weniger als im Vorjahr: Von 144 im Jahr 2008 angemeldeten Neugeborenen fiel die Zahl nur federleicht auf 143 im Jahr 2009. Wo genau die Kinder wohnen, lässt sich nur schwer entschlüsseln, da sie in ihrem Geburtsort angemeldet werden. Das Standesamt in Ludwigsau wusste aber beispielsweise von 43 neuen Einwohnern zu berichten. Eine Zahl, die sich normalerweise in den Statistiken der Geburtsorte versteckt.

Mehr Wegzüge im Kreis

Im gesamten Kreisgebiet zogen im Jahr 2009 mehr Menschen weg als zu. Im ersten Halbjahr 2009 gab es laut Landratsamt 2450 Zuzüge in den Kreis Hersfeld-Rotenburg. Etwa 300 mehr, und zwar 2759 Menschen, kehrten dem Landkreis den Rücken.

Von Elisa Schubert

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