Zahl der Arbeitslosen im Kreis Hersfeld-Rotenburg gestiegen

Sommerpause am Arbeitsmarkt der Region

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli im Landkreis Hersfeld Rotenburg leicht gestiegen. Ende Juli liegt die Quote bei 5,4 Prozent (Juni: 5,3 Prozent). Den Grund sieht die Arbeitsagentur Bad Hersfeld vor allem in den Arbeitslosenmeldungen von jungen Arbeitnehmern, die nach dem Abschluss der Ausbildung nicht in einen festen Job übernommen wurden.

Derzeit sind im Kreis insgesamt 3354 Menschen arbeitslos gemeldet. Darunter sind 454 junge Männer und Frauen unter 25 Jahren. In dieser Altersgruppe liegt die Arbeitslosigkeit bei 6,3 Prozent. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zur Jahresmitte üblich“, sagt Gerhard Ruch, Geschäftsführer in der Bad Hersfelder Arbeitsagentur. Neben den jungen Menschen, die vom Betrieb nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss nicht übernommen werden konnten, spiele auch der Halbjahreswechsel im Angestelltenbereich eine Rolle.

Mit einer Belebung des Arbeitsmarktes rechnet Ruch nach den Sommerferien. „Die gut ausgebildeten jungen Menschen sind ein Schlüssel zur zukünftigen Fachkräftesicherung und haben nach der Sommerpause sicher schnell neue Arbeitsstellen gefunden“, erklärt der Geschäftsführer. Weitere Entlastungen vor allem bei den Jüngeren erwartet die Arbeitsagentur durch den Ausbildungs- und Studienbeginn. Nach dem Abschluss der Schulausbildung melden sich einige junge Menschen kurzzeitig arbeitslos, bevor sie ins Studium einsteigen oder eine Ausbildung beginnen. Ruch appelliert an die Arbeitgeber in der Region, das vorhandene Nachwuchs-Potenzial zu nutzen und rechtzeitig auf das zu erwartende Fachkräfteproblem zu reagieren.

Um 54 gestiegen ist auch die Zahl arbeitsloser Frauen, die zum großen Teil aus Dienstleistungsberufen stammen. In dieser Zahl macht sich die Schlecker-Pleite bemerkbar. ZUM TAGE, HINTERGRUND, LOKALSEITE 2

Von Jörg Steinbach

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