Sommer kam zu spät - weniger Badegäste im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. Die Saison endet für die meisten Freibäder mit einem enttäuschenden Fazit: Der Sommer kam zu spät und führte lediglich zu durchschnittlich bis gar schlechten Besucherzahlen.

So verzeichnet das Biberbad in Bebra mit rund 30.000 Besuchern eine mittelmäßige Auslastung. „Erst bei drei bis vier dauerhaft warmen Tagen ist das Bad voll“, erläutert Gerald Mock von den Bebraer Stadtwerken. Gerade in den Sommerferien war das Wetter durchwachsen, anhaltend warme Temperaturen waren zunächst selten. „Vorwiegend die letzte Ferienwoche und die Zeit danach haben für eine Entspannung der negativen Saison gesorgt“, erklärt Kay Thimet von der Bädergesellschaft Bad Hersfeld. 

Im dortigen Geistalbad badeten inklusive Dauerkartenbesitzern und Mehrfachbesuchern 58.000 Menschen, was als schlechte Saison zu bezeichnen sei, so Thimet. Weiterhin führt er an, dass gleiches für die Bäder in Schenklengsfeld, Kirchheim und Philippsthal gelte, wobei eine Aussage über Bäder ohne elektronische Zugangssysteme schwer zu treffen sei. Alle drei waren noch bis gestern geöffnet.

28.400 Besucher meldet das Rotenburger Waldschwimmbad. Das sind rund 8000 weniger als im Vorjahr. Ein Schicksal, das auch Oberaula mit 30 Prozent weniger Schwimmern im Vergleich zu 2015 teilt. Insgesamt waren es dort nur 7100 Badegäste. Nicht ganz so besucherschwach war die Saison in Eiterfeld, mit 23.600, und in Ronshausen, mit 14.800 Badegästen.

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus dem Fritz-Kunze-Bad in Heringen zu vermelden. Bademeister Jan Reichhardt spricht von einem „super frequentierten“ Sommer und ergänzt, dass sich vor allem das angrenzende Hallenbad bei schlechtem Wetter für Dauerkartenbesitzer bewährt habe. Im Vergleich zum Vorjahr badeten 29.000 Gäste, nur 1000 weniger als 2015.

Von Gabriel Knierim

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