Durch zeitgleiche Ferien drohen volle Autobahnen und Hotels

Sommer 2011: ADAC fürchtet Urlaubschaos

Hersfeld-Rotenburg. Der Sommer 2011 könnte zur echten Geduldsprobe werden: Der ADAC warnt vor einem Chaos auf deutschen Autobahnen und in Unterkünften. Grund dafür: In drei großen Bundesländern (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern) beginnen die Sommerferien zeitgleich Ende Juli. Den frühen Termin teilen sich die Hessen mit Berlin, Brandenburg, Hamburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Der ADAC rät Urlaubern, schon jetzt die Sommerferien für das nächste Jahr zu planen und Quartiere rechtzeitig zu buchen. Denn besonders ab Ende Juli 2011 wird es eng auf Deutschlands Straßen und in touristisch gefragten Regionen.

Ferien schnell entzerren

Hinzu kommt, dass der Ferienkorridor durch späte Ostern und Pfingsten im kommenden Jahr lediglich 81 Tage beträgt. Das dürfte für zusätzliche Probleme sorgen. Theoretisch beträgt dieses Zeitfenster, in dem die Sommerferien angesiedelt werden können, 92 Tage. Daher rief der Automobilclub die Kultusminister dazu auf, die Ferien schnellstmöglich zu entzerren.

Ziel müsse es sein, die Ferien in den nächsten Jahren wieder urlauberfreundlich und für die Tourismuswirtschaft attraktiv zu gestalten. Eine Problematik, auf die der Deutsche Reiseverband (DRV) und viele Reiseveranstalter bereits vor zwei Jahren hingewiesen haben.

ADAC-Vizepräsident Max Stich sagte: „Das ist volkswirtschaftlich schlicht ein Wahnsinn. Zukünftig müssen die Ferienzeiten die touristischen, verkehrstechnischen und wirtschaftlichen Folgen wirksamer berücksichtigen.“ Denn wer mit dem Auto von Frankfurt an die Ostsee länger braucht, als mit dem Flugzeug nach Antalya, wird sich seinen nächsten Deutschlandurlaub sehr genau überlegen, sagte Stich weiter. Hintergrund, Zum Tage

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Von Nicolai Ulbrich

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