Drohender Konflikt am Bad Hersfelder Hallenbad Aquafit schon im Vorfeld ausgeräumt

Solarbäume machen Platz

Nicht mehr nur frontal und in größeren Abständen werden die Solarbäume am Aquafit-Hallenbad in Bad Hersfeld nach den jüngsten Plänen aufgestellt.

bad hersfeld. Empörte Leserbriefe und andere Missfallenskundgebungen befürchtete Stadtverordneter Hans-Wilhelm Saal (CDU), als im Haupt- und Finanzausschuss die Pläne für die Errichtung sechs neuer Solarbäume am Aquafit-Hallenbad vorgestellt wurden.

Denn die Masten mit den der Sonne folgenden Spiegelflächen sollten frontal vor der großen Panoramascheibe des Bades installiert werden. Eine derart verstellte Aussicht in die Fuldaaue würden die Badegäste nicht ohne Murren hinnehmen, war sich Saal schon im Vorhinein sicher. Eine Sichtweise, die offenbar auch andere teilten.

Planung verändert

Denn der drohende Konflikt wurde im Technischen Rathaus der Stadt gelöst, ehe er einer werden konnte: Was die Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschloss, war nämlich schon eine entsprechend veränderte Planung: Jetzt sind es sogar sieben Solarbäume, die in größeren Abständen und ums Eck gruppiert am Aquafit erreichtet werden sollen. Ohnehin, so Fachbereichsleiter Johannes van Horrick, stünden die Spiegelflächen zumeist mit der Schmalseite zum Bad, so dass mit größeren Beeinträchtigungen des Blicks ins Grüne nicht zu rechnen sei.

Den Standort Aquafit hatte die Stadtverwaltung als Alternative ausgewählt, nachdem eine ursprünglich vorgesehene Fläche am Petersberg nicht mehr in Frage kam: Dort hatte ein Grundstückseigentümer den Baum der Solarbäume dadurch torpediert, indem er richtige Bäume pflanzte (unsere Zeitung berichtete).

Stadtverordneter Roland Luley (SPD) wies in der Parlamentsdebatte darauf hin, dass Bad Hersfeld nach der Einrichtung des Amazon-Solarparks in Hessen bereits eine Vorreiter-Rolle in Sachen Sonnenenergie einnehme.

Konkret hat die Stadtverordnetenversammlung jetzt die Änderung des Bebauungsplanes und die Einleitung des Bauleitverfahrens beschlossen. Partner der Stadt ist wie bei Amazon die Firma Elektro-Kirchner aus Alheim.

Von Karl Schönholtz

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