250 Dinge an der Region, die wir mögen (49): Die Piste und der Lift am Eisenberg

Skifahren mit Pfiff

Der Eisenberg ist für Wintersportler ein kleines Paradies: Der Hersfelder Luca Teichmann vollführt auf der Piste einen tollen Sprung. An guten Tagen herrscht am Lift Hochbetrieb (oben). Fotos: Wenzel/Ar

Raboldshausen. Unterhalb des 636 Meter hohen Gipfels des Eisenberges, den weithin sichtbar ein Fernsehturm markiert, liegt das einzige Skigebiet im Kreis. Dieses kleine, aber feine Wintersportgebiet lässt im Prinzip keine Wünsche offen. Vielleicht kann es sogar in dieser Saison noch einmal genutzt werden.

Zwei Schwierigkeitsstufen

Skifahren auf dem Eisenberg ist Skifahren mit Pfiff. Da ist zum einen die Piste. Sie ist, zugegeben, nicht besonders lang. Aber sie hat – und das ist in den Mittelgebirgen selten – schon zwei Schwierigkeitsstufen. Den leichten Teil (blaue Piste) auf der, vom Gipfel gesehen, rechten Seite sowie die etwas schwierigere rote Abfahrt, auf der linken Seite neben dem Lift im Wald. Es gibt nicht wenige, die sie als „schwarze Piste“ einstufen, die nicht einfach zu befahren ist. An mehreren kleinen Mini-Schanzen können die Wintersportler ihre Sprungkünste ausprobieren. Viele aus der Region haben hier, am Eisenberg, ihre ersten Fahrversuche auf zwei Brettern oder einem Snowboard unternommen. Und der Nachwuchs liegt dem Skiliftbetrieb Wiegand sowie dem Neuensteiner Ski-Club noch heute besonders am Herzen.

Für die Jüngsten wurde vor zwei Jahren sogar ein kleiner Skilift beschafft, der den großen Lift, den es mittlerweile seit Beginn der 80er-Jahre gibt, ergänzt. Sogar Wettkämpfe werden am Eisenberg ausgetragen. Die letzten Kreismeister wurden vor zwei Jahren hier ermittelt.

Bei ausreichender Schneelage wird die Piste sogar von einem Pistenbully gewalzt, so dass nur wenige Buckel die Skifahrer stören. Après-Ski-Stimmung kommt in der Hütte neben der Piste auf, an der sich die Sportler aufwärmen können. Aber nicht nur Abfahrtsläufer kommen auf ihre Kosten. Für Langläufer beginnt ab dem Parkplatz „Am Stern“ eine knapp acht Kilometer lange Loipe bis zur Kreuzeiche und zurück. Und die Schlittenfahrer besetzen oftmals als erste Wintersportler die Wiese oberhalb des Parkplatzes. Für die Sicherheit um und auf der Piste sorgt die Bergwacht Neuenstein. Mit einem Akia-Schlitten, der glücklicherweise noch nicht oft eingesetzt werden musste, werden die Verletzten sicher abtransportiert.

Seit einiger Zeit hat der Eisenberg auch eine eigene Homepage mit Webcam. Sie ist zu erreichen unter: www.skilift-eisenberg.de

Von Hartmut Wenzel

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