Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, lobt Kreishandwerkerschaft

Sinnvolle Unterstützung

Reingeschaut: Staatsminister Michael Roth (Mitte) stattet in der Kreishandwerkerschaft auch den moldawischen Berufsschullehrern einen Besuch ab. Foto: Reymond

Bad Hersfeld. Über das Engagement der Kreishandwer-kerschaft in Bezug auf die Verbesserung der Ausbildung von Kraftfahrzeugmechanikern in Moldawien (wir berichteten) hat sich gestern Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, informiert.

Michael Roth zeigte sich erfreut über diese Bildungskooperation der Kreishandwer-kerschaft mit Moldawien. „Es ist unbestritten, dass das deutsche Handwerk und die duale Ausbildung einen sehr exzellenten Ruf im europäischen Ausland haben“, erklärte der Staatsminister. Daher sei es sehr sinnvoll, andere Länder, in denen eine hohe Jugendarbeitslosigkeit vorherrsche, zu unterstützen.

„Unsere Erfahrung und Qualifikation tragen dazu bei, dass es in Ländern wie Moldawien aufwärts geht und besser läuft. Das finde ich großartig“, sagte Roth. Letztlich sei ein solches Projekt aus Sicht des Staatsministers auch Hilfe zur Selbsthilfe.

Die 14 moldawischen Kfz-Berufsschulausbilder sind noch bis zum Freitag in Bad Hersfeld. Insgesamt dauerte die Schulung in den Hallen der Kreishandwerkerschaft drei Wochen.

Vor seinem Rundgang hatte sich Roth mit Dirk Bohn, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, über die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa unterhalten. Dabei klagte Bohn sein Leid über die Entwertung des deutschen Markenzeichens „Meistertitel“. Diesen Status sieht Roth trotz des zusammenwachsenden Europas nicht gefährdet. „Wir mussten uns öffnen. Im freien Europa darf nun jeder seine Dienstleistungen anbieten, wo er möchte. Das hat aber auf den Meister keine Auswirkung. Der steht nach wie vor für Qualität.“

Von Mario Reymond

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