Sie singen für mehr Respekt und segnen die Häuser

Sternsinger sind am Wochenende in der Region unterwegs

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Kinder unterwegs für Kinder: In einem Gottesdienst in der katholischen St.-Lullus-Sturmius-Kirche (im Hintergrund) wurden die Sternsinger ausgesendet. Am Wochenende sind sie in der Region unterwegs.

Bad Hersfeld. Die Segensbitte der Sternsinger gibt es auch als praktischen Aufkleber. „Weiße Kreide auf weißen Haustüren würde nicht funktionieren“, erklärt Martina Bieker, Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde St. Lullus Bad Hersfeld/Niederaula Kirchheim.

Über 70 Jungen und Mädchen aus der überörtlichen Kirchengemeinde beteiligen sich in diesem Jahr an der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. In einem Gottesdienst in der St. Lullus-Sturmius-Kirche wurden sie am Freitag ausgesendet.

An diesem Wochenende werden sie als Heilige Drei Könige verkleidet in der Kreisstadt und den Stadtteilen sowie den Gemeinden Kirchheim, Niederaula, Neuenstein, Ludwigsau, Hauneck und Schenklengsfeld an mehr als 300 Haustüren Lieder singen, den Segenswunsch „20*C+M+B+16“ anbringen und Geld für internationale Hilfsprogramme sammeln. Die Abkürzung steht für das lateinische Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) uns die Jahreszahl. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Seit dem Start im Jahr 1959 wurden seither 949 Millionen Euro gesammelt und rund 68 600 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert.

Das Sternsingen steht in diesem Jahr unter dem Motto Respekt. Beispielland ist Bolivien. Mit einem Teil der Spenden werden Projekte in dem südamerikanischen Land unterstützt. Insgesamt profitieren nach Angaben der Initiatoren Hilfsangebote in rund 100 Ländern von den Spenden der Sternsinger.

Wer im überwiegend evangelischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg Besuch von den Sternsingern haben möchte, muss das vorab anmelden.

Dabei habe die Hilfsaktion in der Region durchaus eine ökumenische Dimension, betont Martina Bieker. Denn insbesondere in Gemeinden wie Ludwigsau und Neuenstein seien es auch viele evangelische Familien, an deren Haustüren die Sternsinger um Spenden bitten und ihre Segensbitte anbringen – ob mit Kreide oder in Form eines praktischen Aufklebers.

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