Breitband für unterversorgte Ortsteile startet in der Praxis

Signal vom Soisberg für schnelles Internet

Wippershain. Mit der Freischaltung des Internetzugangs per Richtfunk (Wi-DSL) für die Schenklengsfelder Ortsteile Wippershain, Wüstfeld und Erdmannrode am Donnerstagnachmittag kann das kreisweite Programm zur Aufrüstung schwach versorgter Ortsteile einen ersten praktischen Erfolg vorweisen.

Im Dorfgemeinschaftshaus von Wippershain erlebten die Bürgermeister von Schenklengsfeld, Kirchheim, Niederaula, Wildeck und Haunetal sowie Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, wie sich der Tagesschau-Livestream problemlos und störungsfrei auf den Bildschirm rufen ließ – dank eines kleinen, weißen Antennenkästchens am Dach des Hauses.

Gemessen wurde eine Übertragungsrate von 25 Mbit/s im Download. 16 Mbit/s garantiert die ausführende Firma OR Network, die die gemeinsame Ausschreibung von zehn Kommunen gewonnen hatte, ihren Kunden.

Dreh- und Angelpunkt

Dreh- und Angelpunkt der neuen Internetversorgung sind mehrere Antennen an einem Flutlichtmast auf dem Wippershainer Sportplatz. Dort werden die Funksignale von einem Sender sowohl auf dem 630 Meter hohen Soisberg an der südlichen Kreisgrenze als auch von der Mengshäuser Kuppe im Westen empfangen und in die Ortschaft abgegeben.

Beteiligt an dem Projekt sind neben Schenklengsfeld die Städte Bad Hersfeld, Rotenburg und Bebra mit jeweils mehreren Ortsteilen sowie die Gemeinden Wildeck, Friedewald, Hauneck und Haunetal, Kirchheim und Niederaula. Nach Schenklengfeld, wo insgesamt sechs Ortsteile versorgt werden sollen, sind die Arbeiten am weitesten in Kirchheim vorangeschritten. In allen Orten sollen jedoch spätestens im Oktober die Netze einsatzbereit sein. Hintergrund

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Von Peter Lenz

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