Geplantes Therapiezentrum im Schilde-Park ist nach HFA-Sitzung einen Schritt weiter

Signal an die Investoren

Bad Hersfeld. Ein positives Signal für ihr Vorhaben, im östlichen Schilde-Park ein Therapiezentrum zu errichten, nahmen die Investoren aus der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) mit. Deutlicher als zuletzt der Bauausschuss empfahl das Gremium bei nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen den Verkauf des Grundstücks im sogenannten Baufenster an eine Gruppe örtlicher Geschäftsleute. Das letzte Wort hat erst die Stadtverordnetenversammlung, die am kommenden Donnerstag entscheidet.

Verunsicherung

Die Diskussion um das Bauvorhaben war jedoch erneut geprägt von der Verunsicherung, die eine Reihe von weiteren Projektvorschlägen für diese Fläche bewirkt hatte. Diese waren sozusagen in letzter Minute auf den Tisch von Bürgermeister Thomas Fehling geflattert beziehungsweise angekündigt worden (unserer Zeitung berichtete). Allerdings befindet sich darunter bislang kein Konzept, das ähnlich konkret ausgearbeitet worden wäre wie das Therapiezentrum.

Alleine die wolkige Aussicht auf ein Bürogebäude mit 150 Arbeitsplätzen – welches Unternehmen das sein könnte, ist nicht einmal Bürgermeister Thomas Fehling bekannt –, ließ manchen Stadtparlamentarier nachdenklich werden. HFA-Vorsitzender Bernd Wennemuth (SPD) sprach sich deshalb wie sein Kollege Roland Luley vom Bauausschuss für eine neuerliche Warteschleife aus, um alle neuen Vorschläge sichten und bewerten zu können.

Mehr als 160 Euro

Während Wennemuth meinte, dies bis zum nächsten Sitzungszug Ende Oktober umsetzen zu können, macht der Bürgermeister deutlich, dass sich ein ordentliches Verfahren mit Vergleichsmöglichkeiten nach einem Kriterienkatalog bis zum Frühsommer 2016 hinziehen würde – das wäre dann zu spät für das Therapiezentrum und seine Investoren. Denen gab der Ausschuss bei der Abstimmung eine Liste mit inhaltlichen Festsetzungen auf den Weg. Auch will man beim Kaufpreis mehr erzielen als das bisher genannte Minimum von 160 Euro pro Quadratmeter. Eher werden 200 Euro angepeilt.

Der Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses von Allmershausen an einen Privatmann scheiterte vorläufig an einigen Unstimmigkeiten.

Dagegen stimmte der Ausschuss dem Verkauf eines Parkplatzes an der Europaallee an das Deutsche Rote Kreuz im Grundsatz zu. Details müssen jedoch noch geklärt werden.

Hier geht es neben dem Bau einer Rettungswache möglicherweise auch um eine Garage für die Feuerwehr. Außerdem soll die Erschließung auch die Versorgung der geplanten Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Hoechst-Kantine sicherstellen.

Von Karl Schönholtz

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