Hessen Mobil: Ausmaß der Winterschäden steht noch nicht fest

Sieben Kilo Salz pro Meter Straße verstreut

Hersfeld-Rotenburg. Mit Schlaglöchern und Rissen übersät sind stellenweise die Straßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das ist eine der Folgen des vergangenen Winters, der besonders viel Schnee und lange Kälteperioden und damit zusätzliche Belastungen mit sich gebracht hat. So mussten die beiden Straßenmeistereien und örtlichen Bauhöfe mehr Einsätze fahren, der Streusalzverbrauch ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.

2700 Einsätze haben die Straßenmeistereien Rotenburg und Bad Hersfeld gezählt, sagte die Sprecherin von Hessen Mobil, Cornelia Höhl. Etwa 5700 Tonnen Salz seien dabei auf den 781 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen verstreut worden, die die Straßenbehörde betreut. Das entspricht 7,3 Kilogramm Streusalz pro Meter Straße. Hinzu kommt der Verbrauch der kommunalen Bauhöfe, die bis zu dreimal so viel Salz gestreut haben, wie im vorherigen Winter.

Das ganze Ausmaß der Straßenschäden steht noch nicht fest. Hessen Mobil ist dabei, alle Schlaglöcher zu erfassen. Grundsätzlich erwartet Präsident Burkhard Vieth aber, dass sich die winterbedingten Schäden auf durchschnittlichem Niveau bewegen. Das bestätigt Dirk Schleicher vom Bebraer Bauamt: „Im Verhältnis zu den Vorjahren sind die Schäden nicht schlimmer.“

Schlimmer sind die Folgen in Bad Hersfeld: „Der lang anhaltende Winter mit phasenweise Dauerfrost, Schnee- und Eisbedeckung und entsprechendem Streumitteleinsatz hat die städtischen Straßen ausgesprochen stark strapaziert“, sagt Martin Bode, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste der Kreisstadt.

Akute Schäden, zum Beispiel tiefe Schlaglöcher, wurden im Laufe des Winters mit Kalt-asphalt behoben. In den Sommermonaten wollen die Straßenmeistereien dann größere Ausbesserungsarbeiten erledigen, sagt Hessen-Mobil-Sprecherin Höhl. Zum Tage Hintergrund, Seite 2

Von Marcus Janz

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