Sparkasse gründet Dach-Stiftung „Gutes Tun“ / 60 000 Euro für den Schilde-Park

Sicherheit mit Perspektive

Sie gehen stiften: Sparkassen-Vorstand Frank Röhr, Stiftungsexpertin Silvia Greb, Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, Regierungspräsident Walter Lübcke und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Reinhard Faulstich (von links). Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg hat gestern eine neue Stiftung ins Leben gerufen. Sie soll unter dem Namen „Gutes Tun“ als Dach für private Unterstiftungen fungieren und wurde von der Sparkasse mit einem Grundkapital in Höhe von 100 000 Euro ausgestattet.

In einer kleinen Feierstunde überreichte Regierungspräsident Walter Lübcke die Stiftungsurkunde an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Reinhard Faulstich.

Eigene Stiftungsspezialistin

„Private Stifter wollen mit ihrem Namen in einer Stiftung auftauchen und selbst mitbestimmen, was mit ihrem Geld passiert“, erklärte Faulstich. Deshalb habe die Sparkasse die Dachstifung gegründet, die es nun privaten Stiftern ermöglicht, schon mit kleinem Kapital gemeinnützige Zwecke im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu unterstützen. Dabei berät die zertifizierte Stiftungsspezialistin Silvia Greb die Kunden.

Dank der Dachstiftung entfalle der hohe Aufwand zur Errichtung einer individuellen Stiftung, gleichzeitig bleibe aber der Name des Stifters über sein Ableben hinaus in guter Erinnerung. Ein weiterer Vorteil für Stifter: Wer schon zu Lebzeiten handele, der spare Einkommens- und Schenkungssteuer, und nach dem Tod entfalle die Erbschaftssteuer.

„Der Stiftungszweck ist bewusst breit aufgestellt“, betonte Faulstich. Er reiche von der Unterstützung von Wissenschaft und Forschung über Jugend- und Altenhilfe bis hin zu Kunst, Kultur und Sport. „Mit dieser Stiftung wollen wir die Verbundenheit der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg zu den hier lebenden Menschen und der Region unterstreichen“, sagte Faulstich.

Regierungspräsident Lübcke betonte, wie wichtig der Einsatz der Bürger für das Gemeinwohl sei. Vor allem Stiftungen hätten dabei eine besondere Bedeutung, denn sie unterstützten das ehrenamtliche Engagement. Allein in seines Regierungsbezirks gebe es 248 rechtskräftige Stiftungen mit einem Kapital von rund 160 Millionen Euro. „Dabei zählen vor allem die vielen kleinen Aktivitäten und nicht nur die großen“, sagte Lübcke.

Eine Stiftung schaffe für das Geld Sicherheit mit Perspektive. Der schönste Zinssatz sei das Lächeln eines Kindes, das mit Stiftungsgeldern unterstützt werden könne und so Nächstenliebe und Wärme erfahre, sagte Lübcke.

Stiftung für Schilde-Park

Lächeln konnte gestern aber auch Bad Hersfelds Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, der 60 000 Euro für die neue Wissens- und Erlebniswelt im Schilde-Park entgegennahm. Das Geld stammt ebenfalls von der Sparkasse, die damit die erste Zweckstiftung unter dem Dach von „Gutes Tun“ errichtete und mit Kapital versorgte.

Das Geld soll der finanziellen Unterstützung des „Science-Centers“ dienen, das künftig unter dem Namen „Wortreich in Bad Hersfeld – Die Magie der Sprache“ vermarktet werden soll. siehe Artikel unten

Von Kai A. Struthoff

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