Normalerweise nur stille Alarmierung

Zur Sicherheit auch noch die Sirene

Die Sirene in der Kernstadt. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Einsatzkräfte der Kernstadt von Bad Hersfeld werden schon seit Jahren zu 100 Prozent still alarmiert. Die Feuerwehrangehörigen verfügen über einen sogenannten Funkmeldeempfänger, der im Alarmfall von der Leitstelle des Landkreises ausgelöst wird und Alarmtöne sowie die Durchsage der Leitstelle wiedergibt. Warum also heult seit kurzem einmal im Monat die Sirene der Feuerwehr Bad Hersfeld auf dem dortigen Schlauchturm?

Im vergangenen Jahr kam es durch Blitzeinschläge während eines schweren Gewitters für mehrere Stunden zum Ausfall der Funkalarmierung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Viele Feuerwehrangehörige besetzten die Feuerwehrhäuser im Landkreis, um im Einsatzfall per Telefon dort erreicht zu werden und ausrücken zu können.

In der Bad Hersfelder Kernstadt war dies ebenso der Fall. Durch einen Druckknopfmelder hätte die Sirene auf dem Schlauchturm im Einsatzfall ebenfalls ausgelöst werden können, um somit die Einsatzkräfte zu erreichen.

Probealarm

Dieses Sirenensignal wird seit kurzem wieder jeden ersten Samstag im Monat beim Probealarm der Funkmeldeempfänger mit überprüft. Bei Großschadenslagen oder einem erneuten Stromausfall, kann die Sirene von der Leitstelle zusätzlich zum Funkalarm mit ausgelöst werden und dient somit als Rückfallebene.

Dreimal zwölf Sekunden Dauerton unterbrochen von jeweils zwölf Sekunden Pause ist heute das Sirenensignal zur Alarmierung der Feuerwehr.

Und noch etwas Historisches: Die Hochtonsirene Fm Si 41 der Firma Siemens & Halske hat schon während des 2. Weltkriege mit dem Sirenensignal vor einem Luftalarm gewarnt. (red/ank)

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