Festspieler und Fachleute diskutieren „King Lear“

Shakespeare in der Sommerakademie

Nachdenken über Shakespeare: Holk Freytag, Prof. Dr. Jörn Rüsen, Bernd Kuschmann, Julian Weigend und Volker Lechtenbrink bei der Sommerakademie im „wortreich“. Foto: Ina Rumpf

Bad Hersfeld. Fünf Tage vor Beginn der 62. Bad Hersfelder Festspiele hat am gestrigen Sonntag die Sommerakademie begonnen. Sie versteht sich als Vermittler zwischen Bühne und Zuschauern. In Vorträgen und Diskussionen sollen historische und bis heute wirksame Dimensionen aufgezeigt werden, die in den Stücken und Aufführungen der Festspiele enthalten sind. Die Sommerakademie steht auch in diesem Jahr wieder unter der Leitung des Historikers Prof. Dr. Jörn Rüsen.

Gestern ging es in der Sommerakademie um „King Lear“. Dazu waren die Hauptdarsteller Volker Lechtenbrink, Julian Weigend und Bernd Kuschmann ins  wortreich  gekommen, um vor rund 30 Zuhörern gemeinsam mit Intendant Holk Freytag über Shakespears Klassiker und dessen Interpretation zu diskutieren. Prof. Rüsen gab Einblicke in die historischen Hintergründe, Holk Freytag zum Leben Shakespeares und seinen Fähigkeiten. Außerdem wurden einige Szenen gespielt.

Jede Theaterarbeit ist eine Reise ins Unbekannte – dieses Unbekannte zu benennen und zu erklären, ist die Aufgabe der Sommerakademie, die damit noch näher an die Festspiele rückt.

Die nächste Veranstaltung der Sommerakademie findet am 17. Juni ab 11.30 Uhr in der Schilde-Halle statt. Sie steht unter dem Titel: „Immer noch ein Fiddler auf dem Dach? – Jüdische Realität heute“. Daran nehmen neben Holk Freytag auch Darsteller von „Anatevka“ teil. Gast ist Kristin Platt vom Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr Universität Bochum. (ina/kai)

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