Arbeitsagentur heißt ab 1. Oktober „Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda“

Service bleibt unverändert

Helmut Heiderich (links) besucht Waldemar Dombrowski, Chef der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Foto: privat

Bad Hersfeld. „Die Beratungs- und Vermittlungsteams unseres Hauses bleiben in Bad Hersfeld wie in Fulda unverändert und in vollem Umfang im Einsatz.“ Das versicherte Waldemar Dombrowski, neuer Chef der Arbeitsagentur, die nach der Fusion ab 1. Oktober „Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda“ heißen wird, bei einem Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich.

Ob Arbeitsvermittlung oder Berufsberatung, ob Arbeitgeber-Service oder Betreuung von Rehabilitanden und schwerbehinderten Menschen, bei den operativen Einheiten werde es keine Einschränkung im Leistungsangebot geben, betonte Waldemar Dombrowski. Auch die Geschäftsleitung werde regelmäßig mit festen Präsenszeiten und flexibel vor Ort sein.

Verschlankungen gebe es im Bereich der Geschäftsführung und bei bestimmten Stabsstellen, um insgesamt kosteneffektiver zu arbeiten. Es müsse ja jedem einleuchten, meinte Heiderich, dass die Bundesagentur bei deutlich weniger als drei Millionen Arbeitslosen nicht mit derselben Mannschaftsstärke arbeiten könne wie zu Zeiten von fünf Millionen Arbeitslosen. „Schließlich merkt es ja jeder an seinem Nettolohn, wenn er weniger Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen braucht“, betonte Heiderich.

Mit den Synergieeffekten der gemeinsamen Arbeitsagentur werde es sogar möglich werden, das Berufsinformationszentrum ab 2013 wieder weiter auszubauen und zu modernisieren. Damit werde das Dienstleistungsangebot für Schulabgänger, Weiterbildungsinteressierte oder Berufswechsler verbessert, was Dombrowski und seine Mannschaft unbedingt anstreben.

Verzahnung verstärken

Besonders wichtig sei ihm, so Heiderich, die frühzeitige Verzahnung von Schule und Beruf durch Praktika, Betriebserkundungen und praktische Präsenz in den Schulen zu verstärken. Wenn die Bundesagentur diesen Einsatzbereich ausbauen könne, sei dies für die Zukunft sehr hilfreich.

Ebenso werde er am Ball bleiben, erklärte Heiderich, was die dezentrale Ausführung von allgemeinen Verwaltungsaufgaben am Standort Bad Hersfeld angehe. Auch wenn sich die Zentrale Nürnberg für die Leitung in Kassel entschieden habe, könne die Tagesarbeit doch in Bad Hersfeld ausgeführt werden. Er sei erfreut, dass der Chef der Regionaldirektion Hessen, Dr. Frank Martin, eine ähnliche Auffassung habe.

„Da die Bundesagentur dabei ist, die "elektronische Akte" einzuführen, wird es technisch in Zukunft möglich sein, auch Fachaufgaben mit sachbearbeitendem Charakter dezentral zu verarbeiten. So kann im Regelfall das betroffene Personal entlastet werden“, erläuterte Dombrowski. (red/sch)

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