Elke Künholz legt neuen Altenhilfe- und Pflegestrukturplan vor

Seniorenbetreuung: Mehr Hilfe für Helfer

Hersfeld-Rotenburg. Der Anteil der älteren Menschen wächst stetig. In 20 Jahren werden die über 65-Jährigen ein Drittel der Gesamtbevölkerung im Kreis Hersfeld-Rotenburg stellen. Bei der Anzahl der über 75-Jährigen hat der Kreis im Bundesvergleich einen Spitzeplatz.

Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz hat nun einen neuen Altenhilfe- und Pflegestrukturplan für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg vorgelegt, der nicht nur die ambulanten und vollstationären Pflegeangebote erfasst und den Bedarf für die kommenden Jahre hochrechnet, sondern der das gesamte Lebensumfeld der Senioren im Blick hat. So geht es unter anderem um das Thema Wohnen im Alter oder um die Frage, was Senioren für ihre Lebensqualität benötigen. Ziel ist, so erläutert Elke Künholz, neben der umfassenden Information aller, die mit Senioren zu tun haben, vor allem die Vernetzung von Anbietern und Angeboten.

Das Fazit, das Elke Künholz aus dieser 372 Seiten umfassenden Sammlung von Fakten, Zahlen und Informationen rund um die Leistungsangebote für die älteren Generationen zieht, ist beruhigend: „Unser Landkreis ist insgesamt auf dem Gebiet der Altenhilfe gut aufgestellt.“

Der Wunsch alter Menschen, möglichst in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben, wird für die meisten Senioren erfüllt, selbst wenn sie pflegebedürftig werden. 70 Prozent werden durch Angehörige oder mit Unterstützung ambulanter Pflegedienste zu Hause versorgt, 29 Prozent leben mit vollstationärer Dauerpflege in Heimen. Kurzzeit-, Tages- oder Nachtpflege nimmt ein Prozent der Pflegebedürftigen in Anspruch.

Stark angestiegen ist in den vergangenen Jahren die Zahl der vollstationären Pflegeplätze. 1165 gibt es derzeit, im kommenden Jahr sollen es dann 1353 sein. Damit wird der Bedarf, den der Landkreis errechnet hat, nicht nur vollständig abgedeckt, es gibt sogar ein Überangebot an Plätzen. Bericht rechts, Zum Tage

Von Christine Zacharias

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