Seit 85 Jahren bei der DAK versichert

Seltenes Jubiläum für „Nick“ Pippert

Ein außergewöhnliches Jubiläum: Nikolaus Pippert ist bereits seit 85 Jahren bei der DAK versichert. Vom Leiter des Bad Hersfelder Servicecenters, Harald Schmidt, gab es dafür eine Urkunde, rote Wurst und Blumen für Ehefrau Anneliese. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Ein solches Jubiläum gibt es nur äußerst selten: Seit 85 Jahren, ohne Unterbrechung, ist Nikolaus Pippert schon bei der DAK versichert. Das war auch für den Leiter des Bad Hersfelder Servicecenters etwas Besonderes. „So ein Jubiläum ist mir noch nicht untergekommen“, berichtete Harald Schmidt.

Am 28. Februar 1916 wurde Pippert geboren. Er stammt aus Obergeis, zog aber schon während der Lehrzeit nach Hersfeld. Im April 1930, kurz nach der Konfirmation, begann er seine Lehre beim Großhandel Schimmelpfeng. Während dieser Zeit wohnte er bei seiner Schwägerin. Mit dem Eintritt ins Berufsleben trat er auch der Krankenkasse bei.

Auch mit seiner Ehefrau blieb Pippert schließlich in Bad Hersfeld. „Das hat für manchen Streit gesorgt“, sagt Anneliese Pippert lachend. In ihrem Elternhaus leben die beiden noch immer. Die 86-Jährige ist eine waschechte Herschfellerin, ihren Mann nennt sie liebevoll „Nick“. Über Neuigkeiten aus „seinem“ Obergeis informieren den 99-Jährigen, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, heute Freunde, Verwandte und Bekannte, die zu Besuch kommen.

Auch Harald Schmidt kennt den Jubilar seit vielen Jahren persönlich, immerhin stammt er ebenfalls aus Obergeis. Gerne schwatzen die beiden auf Platt miteinander.

1933 hatte Nikolaus Pippert ausgelernt, 1937 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Nach der Entlassung 1945 und einigen weiteren Jahren bei Schimmelpfeng verschlug es ihn 1956 zum Bad Hersfelder Steueramt, wo er dafür sorgte, dass „Geld in die Kasse kommt“. In der Verwaltung war er bis zum Renteneintritt 1978 tätig.

Das Haus der Pipperts zieren zahlreiche alte Fotografien und natürlich Bilder von Obergeis. Über den Besuch zum Jubiläum hat sich der 99-Jährige sehr gefreut, und im kommenden Jahr steht ja schon das nächste an: der 100. Geburtstag. (nm)

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