Tempolimits fielen auf der A7 vom Hattenbacher Dreieck bis nach Remsfeld

Seit gestern freie Fahrt

Uwe Reinmöller (links), der Streckenwart der A7, und sein Kollege Horst Kehl von der Autobahnmeisterei Kirchheim bauten gestern die ersten Schilder ab, die das Tempo bislang auf 120 km/h begrenzten. Im Hintergrund der Stein vor der Kreuzeiche. Foto: Hornickel

Kirchheim. Der von Hessens Verkehrsminister Dieter Posch verfügte Abschied vom Tempolimit auf der A7 wurde am gestrigen Dienstag Wirklichkeit.

Der Streckenwart der Autobahnmeisterei Kirchheim rückte aus und baute zwischen Kirchheim und Aua alle Schilder ab, die bislang die Höchstgeschwindigkeit bei 120 Kilometer pro Stunde abriegelten. Im Gefälle der Pommer-Südrampe bei Neuenstein wurden die Tempolimit-Schilder ebenso abmontiert wie in Fahrtrichtung Norden, wo bislang bis auf die Höhe von Völkershain nicht gerast werden durfte. Hier wird das bisherige Limit von Tempo 100 auf 120 Kilometer pro Stunde heraufgesetzt. Im unmittelbaren Bereich vor der Abfahrt Bad Hersfeld West bleibt nach Süden hin eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h erhalten. Zwischen Niederjossa und dem Hattenbacher Dreieck wurde die 120-km/h-Begrenzung aufgehoben. Die Unfallzahlen und der Straßenzustand lassen diese Liberalisierung nach Meinung des Ministeriums zu.

Weiter Kontrollen

Die Autobahnpolizei hatte im vergangenen Jahr bei 300 Messterminen im Bereich des gefährlichen Pommers 100 000 Verkehrsteilnehmer ertappt, die schneller als erlaubt unterwegs waren. Auch nach dem Fall der Limits ist aber auf unseren Autobahnen nicht Polen offen. Generell gilt auf Autobahnen eine Richtgeschwindigkeit von Tempo 130 und es darf nicht schneller gefahren werden, als es die Verkehrslage zulässt. Deswegen wird die Autobahnpolizei weiter den Verkehr kontrollieren.

Ohne Zweifel haben sowohl die Limits als auch die Kontrollen die Verkehrssicherheit so gesteigert, dass der Minister guten Gewissens die Fahrt freigeben konnte.

Von Kurt Hornickel

Kommentare