VR-Bank-Vertreterversammlung: Vorstandsmitglied Roland Tries spricht von hervorragendem Geschäftsjahr

Sehr gutes Ergebnis – keine Sorgen

Von links: die wiedergewählten Aufsichtratsmitglieder der VR-Bank Kurt Katzmann (Wildeck), Vorstandsmitglied Thomas Balk, Dieter Peter (Oberaula), Hermann Reidt (Breitenbach/H.), Günter Siebert (Ludwigsau), Vorstandsmitglied Roland Tries, Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Martin Biel (Bad Hersfeld). Foto: nh

Bad Hersfeld. „Der VR-Bank geht es gut. Sie brauchen sich keinerlei Sorgen zu machen. Das wäre mein Vorstandsbericht in Kurzform.“ Mit dieser knappen Zusammenfassung eröffnete Roland Tries als Vorstandsmitglied der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG die Vertreterversammlung der Bank im Dr. Durstewitz-Saal in Rotenburg. Damit beendete Tries formal ein weiteres hervorragendes Geschäftsjahr der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG.

Reinhold Martin Biel führte als Aufsichtsratsvorsitzender durch die Versammlung.

Auf Beständigkeit ausgerichtet

Die auf Beständigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik habe der VR-Bank im sechsten Jahr nach der Finanzkrise wieder ein sehr gutes Ergebnis beschert. Einstimmig fiel die Wiederwahl der vier turnusmäßig ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Kurt Katzmann (Wildeck), Dieter Peter (Oberaula), Hermann Reidt (Breitenbach/H.) und Günter Siebert (Ludwigsau) aus, die für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurden. Stolz ist die Bank auf das Volumen der neu vergebenen Kredite, das mit 66 Millionen Euro an 997 Kunden an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen konnte. Das gesamte Kundenkreditvolumen der Bank betrage nach einer Steigerung um fünf nunmehr rund 360 Millionen Euro. Die sehr niedrige Ausfallquote, die besser sei als bei den meisten Kreditinstituten, resultiere aus der Qualität der Kreditkundenberatung, bestätigt Vorstandsmitglied Roland Tries die Unternehmensstrategie.

Wie viele Kredite eine Bank an Kunden ausgeben darf, hänge von der Höhe des Eigenkapitals ab. „Die Bank verfügt über sehr gute Eigenkapitalverhältnisse“, so Roland Tries weiter. Durch das gute Jahresergebnis 2013 könne man das bilanzielle Eigenkapital und den Fonds für allgemeine Bankrisiken insgesamt um 4,3 Millionen Euro auf über 71 Mio. Euro erhöhen.

Somit betrage die Höchstgrenze für einen einzelnen Kreditnehmer zukünftig fast 19 Millionen Euro. Man verfüge über ausreichend Liquidität und über eine sehr solide Eigenkapitalbasis.

Neben der Rücklagendotierung beschloss die Vertreterversammlung einstimmig eine Dividende von 6,4 Prozent, die als Gewinnbeteiligung an die genossenschaftlichen Bankteilhaber ausgezahlt wird. Das entspricht mit fast 380 000 Euro einer Ausschüttung von 43 Prozent des Jahresüberschusses an die Mitglieder.

Die 18 936 Anteilseigner stammen fast vollständig aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Sontra, Oberaula und den angrenzenden Gemeinden. Damit dürfte die Mitgliedergemeinschaft der VR-Bank weiterhin eine der größten Personenvereinigungen der Region sein.

Kurzfristig statt Sparkonto

Waren früher die Kundeneinlagen im Wesentlichen auf Sparkonten und Sparbriefen angelegt, bevorzugten die Kunden seit Jahren verstärkt kurzfristig verfügbare Anlagen, insbesondere auf den VR-Flex-Tagesgeldkonten, erklärte Tries. Betrachte man alle Kundengelder innerhalb und außerhalb der Bankbilanz, so sei diese Summe insgesamt auf 755 Millionen Euro gestiegen“, so Tries weiter. Dieses „betreute Kundenvolumen“ umfasse beispielsweise die Union Investmentgesellschaft, die Bausparkasse Schwäbisch Hall oder die R+V Versicherung. (red/ank)

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