Bundesweite Kampagne des Auto Clubs Europa

Sehen, dann gehen

Streng kontrolliert: Der ACE überprüft Zebrastreifen. Foto:nh

BAD Hersfeld. Gegen Mängel und falsches Verhalten an Fußgängerüberwegen zieht der Auto Club Europa (ACE) jetzt mit einer bundesweiten Kampagne zu Felde: Unter dem Motto „Halten, Sehen, Sichergehen“ sollen Autofahrer und Fußgänger für die Verkehrsregeln an Straßenquerungen sensibilisiert werden.

Auch Kommunen müssten ihrerseits dafür Sorge tragen, dass die Fußgängerüberwege vorschriftsmäßig gestaltet seien. Das sei laut des ACE Kreises Hersfeld-Rotenburg nicht überall der Fall. Der Vorsitzende Rudolf Hartung merkt an, dass das Thema einen überaus ernsten Hintergrund habe. Im Jahr 2011 ereigneten sich nach statistischen Feststellungen ausschließlich an Zebrastreifen bundesweit 5362 Unfälle. Das seien 262 oder 4,8 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

In Bad Hersfeld hätten Zählungen am Zebrastreifen an der Heinrich-von-Stephan-Straße, Höhe Einkaufszentrum, sowie der Nachtigallenstraße, Einfahrt Kurpark, stattgefunden. Bei den Kontrollen durch drei ehrenamtliche ACE-Mitglieder benutzten 183 Personen die Zebrastreifen. 28 Prozent hätten dabei nicht auf den fließenden Verkehr geachtet. 30 Prozent der Radfahrer seien beim Überqueren nicht abgestiegen. Ein großer Teil der Fußgänger überquerte die Straßen abseits der Zebrastreifen. 119 Autofahrer wurden gezählt, nur acht Prozent hielten nicht am Zebrastreifen an.

Auch die Zebrastreifen selbst wurden überprüft. Oft waren die Markierungen abgenutzt; die Beleuchtung in einem Fall verblasst. Hier sei die Stadt zur Überprüfung und Nachbesserung aufgefordert.

„Natürlich war diese Überprüfung nur eine Momentaufnahme“, sagt Rudolf Hartung. „Dennoch sollte die Verkehrsaktion zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer und der Kommunen beitragen.“ (red/esp)

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