Bis 2014 werden im Landkreis Stellen an der Spitze frei – Coaching zur Unterstützung

Sechs Schulleiter gesucht

Hersfeld-Rotenburg. Sechs Schulleitungen sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bis 2014 neu zu besetzen. Sorgen um deren Besetzung macht sich das Hessische Kultusministerium (HKM) aber nicht.

Betroffen sind zwei Grundschulen, drei Gesamtschulen und eine berufliche Schule, und zwar die Kreuzbergschule in Philippsthal (Grundschule), die Solztalschule in Bad Hersfeld (Grundschule), die Berufliche Schulen in Bad Hersfeld, die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg (Kooperative Gesamtschule) und die Kooperative Gesamtschule in Niederaula. Die gegenwärtigen Stelleninhaber sind derzeit alle noch im Amt, scheiden demnächst aber aufgrund ihres Alters aus.

Zusätzlich sind bis 2014 laut HKM insgesamt noch vier Stellen von stellvertretenden Schulleitern, die derzeit ebenfalls noch im Amt sind, zu besetzen.

Vakant sei im Kreis zurzeit nur eine Stelle – nämlich an der Geistal-Gesamtschule in Bad Hersfeld – bis zum Ende des Schuljahres 2011/2012 soll sie laut HKM aber besetzt sein. „Wir stehen unmittelbar vor einer Neubesetzung“, teilt der Pressesprecher Horst-Günter Herold mit. Die Führung der Schule übernimmt momentan der stellvertretende Schulleiter Ulrich Eckhardt. Die bis vor kurzem ebenfalls vakante Position an der Heinrich-Grupe Schule für Lernhilfe in Philippsthal konnte zum 1. April besetzt werden.

„Ausreichend Bewerber“

An der Werratalschule in Heringen wird die Schulleitung aktuell zwar auch vom stellvertretenden Schulleiter wahrgenommen, die Stelle ist laut HKM jedoch nicht vakant. Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes wird dazu aber keine nähere Auskunft gegeben. Laut HKM sei es kein Problem, für alle Schulformen eine ausreichende Anzahl von qualifizierten Bewerbern für die Schulleiterstellen zu finden. Hessenweit sei allerdings die Grundschule die Schulform, bei der es je nach Region auch mal schwieriger sein könne, unmittelbar geeignete Bewerber zu finden.

Motivieren und managen

„Das liegt zum Einen sicher daran, dass es einfach mehr Grundschulen gibt als weiterführende Schulen“, erklärt Horst-Günter Herold. „Andere Gründe, die jeweils vor Ort eine Rolle spielen können, sind so individuell, dass sich keine pauschalen Aussagen treffen lassen.“ Da im Grundschulbereich häufig Frauen arbeiten, kann etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinderlich sein.

Insgesamt stellt die Situation an hessischen Schulen in den kommenden Jahren aber durchaus eine große Herausforderung dar, wie in einem Papier des HKM von 2010 zu lesen ist.

Und die Anforderungen an die „zentralen Führungskräfte im Bildungsbereich“ sind auch mit der fortschreitenden Selbstständigkeit der Schulen gestiegen. So sind Schulleiter nicht nur für die Motivation der Lehrer, die Entwicklung ihrer Schule und damit auch den Erfolg der Schule verantwortlich. Sie müssen auch in den Bereichen Personal und Budget sowie im Repräsentieren und Lösen von Konflikten fit sein.

Um gerade auch neue Schulleiter zu unterstützen, bietet die Führungsakademie des HKM ein Coaching an. So soll der Rollenwechsel von der Lehrkraft zur schulischen Führungskraft gelingen, wobei die Qualitätssicherung der schulischen Arbeit im Mittelpunkt steht. In den vergangenen drei Jahren hätten rund 300 Schulleiter von dem Angebot profitiert.

Von Nadine Maaz

Kommentare