Überladen: Niederländische Spedition zahlte seit Januar schon 26 850 Euro Strafe

Sechs Laster auf einen Streich

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Bad Hersfeld. Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld hat an einem Vormittag insgesamt sechs Lastzüge einer niederländischen Spedition aus dem Verkehr gezogen, weil die Ladung nicht ordentlich gesichert war.

Drei der sechs kontrollierten Fahrzeugkombinationen, von denen zwei auf der A 5 im Bereich Alsfeld und eine auf der A 7 in Höhe Kirchheim fuhren, waren mit jeweils vier neuen Sattelzugmaschinen beladen. Erlaubt wäre pro Lastzug jedoch nur der Transport von zwei Zugmaschinen gewesen.

Der Anhänger eines weiteren Lastzugs dieser Transportfirma, unterwegs auf der A 7 am Hattenbacher Dreieck, wurde wegen technische Mängel von einem Gutachter aus dem Verkehr gezogen. Auf diesem mittlerweile verschrotteten Anhänger, der auch nur für den Transport von Autos ausgelegt war, wurden ein elf Tonnen schweres Lkw-Chassis und ein 11,5 Tonnen schwerer Traktor befördert.

Auf der Rückfahrt zur Dienststelle stellte eine Streife auf der A 4 zwei weitere Lastzüge der niederländischen Spedition fest. Beide waren jeweils mit einem Großtraktor und zwei Lkw-Chassis beladen. Höhe und Länge waren auch hier deutlich überschritten, eine Ausnahmegenehmigung lag nicht vor. Weiterhin waren die Anhänger beider Züge für das beförderte Ladegut unterdimensioniert und damit ungeeignet.

Ladung schlecht gesichert

Das verwendete Ladungssicherungsmaterial wie Spanngurte und Ratschen, war bei allen kontrollierten Fahrzeugen stark verschlissen, teilweise erheblich beschädigt und musste ausgetauscht werden.

Allein für die sechs neuerlich beanstandeten Lastzüge, wurde ein Verfallbetrag in Höhe von insgesamt 15 950 Euro fällig. Der Betrag wurde durch den stellvertretenden Geschäftsführer aus den Niederlanden persönlich überbracht. Er äußerte, dass seine Spedition zukünftig „im Auge behalten“ werden könnte und sicherte verkehrsgerechte Beladungen für weitere Transporte zu.

Zuvor waren seit Januar schon fünf Fahrzeuge dieses Unternehmens auf heimischen Autobahnabschnitten negativ aufgefallen. Jeweils 1900 bis 2600 Euro an Strafen hatte der niederländische Unternehmer dafür auch schon entrichten müssen. (rey)

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