Sozialdemokraten stärkste Kraft – FDP, Grüne und Linke legen zu

Schwund: SPD und CDU verlieren Mitglieder

bad hersfeld. Hundert Tage schwarz-gelbe Koalition auf Bundesebene: Das haben wir zum Anlass genommen, nachzufragen, wie sich das Kräfteverhältnis der Parteien im Kreis Hersfeld-Rotenburg entwickelt hat. Nur 3,58 Prozent der 98 857 Wahlberechtigten im Kreis waren Ende 2008 Mitglied in einer der fünf großen Parteien. Und trotz Verlusten stellt die SPD weiterhin die stärkste Kraft.

SPD: Von 2008 auf 2009 hat die SPD im Unterbezirk Hersfeld-Rotenburg 66 Mitglieder verloren. Ende vergangenen Jahres zählte die Partei 2379 Mitglieder. „Wir verzeichnen seit der Bundestagswahl jedoch wieder verstärkt Neueintritte“, teilt Markus Teglas vom Bürgerbüro Michael Roth mit.

CDU: Einen vergleichsweise noch größeren Schwund hat die Kreis-CDU in den vergangenen zwei Jahren durchgemacht. Statt 966 Ende 2007 sind es Ende 2008 nur noch 936 Mitglieder. Laut stellvertretendem Kreisvorsitzenden Herbert Höttl liege das vor allem daran, dass viele Mitglieder gestorben seien.

FDP: Thomas Fehling, Kreisvorsitzender der FDP, freut sich dagegen über regen Zuwachs in seiner Partei. „Nachdem wir vor fünf Jahren kaum existent waren, haben wir uns jetzt kontinuierlich berappelt“, sagt Fehling. Von 85 Mitgliedern in 2007 hat sich die Partei auf 122 Mitglieder Ende 2009 gesteigert.

Grüne: Die Grünen bekommen Nachwuchs. 36 Mitglieder hatte die Partei Ende 2009 laut Sprecher Christian Eimer. Ein Jahr zuvor waren es 32. Das sei durch die stärkere Präsenz im vergangenen Super-Wahljahr möglich gewesen. „Eine solche Steigerung ist viel für uns“, sagte Vorstandssprecherin Sabine Grünwald.

Linke: Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Mitglieder bei den Linken. „Seit dem Zusammenschluss hatten wir im Kreis 48 Neuzugänge, acht Austritte und drei Umzüge“, sagt Kreissprecher Horst Zanger. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 31 in 2008 auf 68 Ende 2009 gesteigert. zum tage

Von Judith Strecker

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