Temperaturen im Kreis nähren sich der 40-Grad-Marke – Plus für die Getränkehändler

Schwitzen bei Fieber-Hitze

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg schmort in der Spätjuli-Sonne. An diesem Wochenende kratzen die Temperaturen sogar an der 40-Grad-Marke – und das freut besonders die Getränkehändler. „Wasser, Wasser, Wasser“ kauften die Kunden, sagt Tim Ernst, Marktleiter der Bad Hersfelder logo-Filiale an der Homberger Straße. Während eine normale Lieferung etwa 80 Kisten umfasse, müsse er jetzt mindestens das Doppelte ordern. „Die ersten Brunnen melden sogar schon Lieferengpässe.“

Etwa um ein Drittel stieg der Verkauf des erfrischenden Nasses bei Getränke Pfalzgraf in Schenklengsfeld an. „Trotz der vielen Grillparties im Sommer ist der Absatz von alkoholhaltigen Getränken aber gleich geblieben“, sagt Inhaber Heiko Pfalzgraf. Eine willkommene Abkühlung bietet auch ein leckeres Eis im Straßencafé. „Alle Sorten werden ähnlich gut verkauft“, erklärt Hildegunde da Dalto vom Hersfelder Eiscafé Pergola. Monica Lisei von der Eisdiele Venezia ergänzt, dass bei der Hitze auch der Absatz von Getränken deutlich steige.

Bei Hitze draußen arbeiten

Wenig Freude bereitet das Wetter dagegen den Berufsgruppen, die ihre Arbeit im Freien verrichten. „Bei der Hitze fangen wir eine Stunde früher an zu arbeiten“, sagt Bernd Niebergall vom Rotenburger Bauhof. Statt um 7 Uhr beginne der Arbeitstag dann bereits um 6 Uhr. „Dafür können wir dann früher Feierabend machen“, freit sich der technische Angestellte.

Ein Patentrezept gegen die Hitze gebe es aber nicht, sagt Jochen Schmidt, Oberbauleiter von Bickhardt Bau in Kirchheim. Die Arbeiter müssten zudem bei jedem Wetter ihre Sicherheitsbekleidung – Helm, Sicherheitsschuhe, schnittfeste Hosen und manchmal sogar Warnwesten – tragen. „Aber wir halten stets gekühlte Getränke für das Personal bereit.“

Sprung ins kalte Nass

Auch die Arbeitszeiten von Hans-Joachim Ruch und Patrick Koch halten sich nicht an das Thermometer. Die beiden Landschaftsgärtner bringen dieser Tage den Schilde-Park auf Vordermann. Rasen mähen, harken und Unkraut zupfen in praller Sonne – da helfe außer einer adäquaten Kopfbedeckung nur, ausreichend zu trinken. „Und in den Pausen ein Sprung unter das Wasserspiel vor dem wortreich“, ergänzt Patrick Koch lachend.

Im Bad Hersfelder Klinikum werde eine extra leichte Bedeckung gewählt, um die Patienten zu schonen, sagt Werner Hampe, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Die Rollläden in den einzelnen Gebäudeteilen seien heruntergelassen, und eine angemessene Lüftung biete zusätzliche Erleichterung. „Natürlich können sich die Patienten auch mit einem feuchten Handtuch kühlen“, sagt Hampe. (vko/esp/pb/ce)

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